Laufberichte

TÜV Rheinland Indoor Marathon in Nürnberg – Minimalziel erreicht

Nachdem ich die deutsche Meisterschaft über 50km berufsbedingt nicht mitmachen konnte, wollte ich beim Indoor Marathon nochmal alles geben. Das Besondere an diesem Lauf ist, dass es kein schlechtes Wetter gibt, da die Veranstaltung im TÜV Gebäude stattfindet. Das Teilnehmerlimit liegt bei insgesamt 200 auf den angebotenen Strecken Marathin, Halbmarathon und Marathon Staffel. Auf der nur 767m kurzen Runde auf zwei Ebenen waren dabei über 450 Höhenmeter zu überwinden Wie das geht?

Ganz einfach. Indem man pro Runde zweimal durch ein Treppenhaus läuft. Einmal hoch und dann natürlich auch wieder abwärts. Ich hatte zwar im Vorfeld ein paar Treppenläufe trainiert, aber ob dies reichen würde. Immerhin waren 55 Runden zu absolvieren und die Arbeitswoche war auch ziemlich anstrengend. Also war ich selber gespannt wie es mir ergehen würde.

Nachdem sich auch noch mit Marco Bscheidl und Tobias Hegmann zwei (und schnellere) Topläufer ebenfalls angemeldet hatten, ging es für mich eigentlich “nur“ um Platz 3. Geplant war auf den Geraden vielleicht etwas schneller zu laufen, da man im Treppenhaus sowieso nicht überholen durfte bzw. konnte. Gut auch, um immer etwas zu verschnaufen. Unterstützung hatte ich Form von meiner Freundin Christine und einigen anderen Freunden wie Viktoria Engler vom HTC Club.


 

 

 

 

Wie erwartet war Marco schon nach der ersten Runde auf und davon. Was mich wunderte, aber auch positiv stimmte war, dass Tobias in meiner unmittelbaren Nähe lief. Meine Rundenzeiten die ich laufen wollte/musste passten auch soweit. Alles gut also. Bis Runde 20 blieb ich voll im Soll. Als uns dann Marco das erste Mal überrundete, geschah etwas Merkwürdiges. Kurz danach lief Tobias etwas schneller und legte ein paar Meter zwischen sich und mir. Oder wurde ich langsamer? Fühlte sich aber nicht so an. 

Auf jeden Fall ging es von da an, jede Runde ein Stückchen schwerer. Ich beschloss, mich jetzt auf mich zu konzentrieren, um am Ende den dritten Platz zu sichern. Kurz nach dem Rundendurchlauf war ein großer Monitor wo man sehen konnte wieviel Runden man schon hinter sich hatte bzw. noch vor sich. Nebenbei schaute ich auch immer auf die große Uhr bei der Zeitnahme. Als ich bei einem Durchlauf sah, dass „nur“ noch 23 Runden zu absolvieren waren, fühlte ich mich einerseits erleichtert. Andererseits aber auch etwas genervt……immer noch so viele Runden.

Die ersten Krämpfe machten sich jetzt auch bemerkbar. Besonders beim abwärts laufen der Treppen zwickte es immer wieder in der Wade. Bis zum Schluss hörte dies auch nicht auf. Also versuchte ich immer genau an der Schwelle zum Krampf zu laufen, um nicht allzu langsam zu werden. Dennoch wurde ich immer langsamer und ich hatte leichte Bedenken mein Ziel nicht zu erreichen. Irgendwo um Runde 45 überholte mich, nachdem dann auch noch Tobias. Naja jetzt heiß es sowieso nur sicher und ohne größere Krämpfe ins Ziel zu kommen.

Auf den letzten Runden versuchte ich mich nochmal zu quälen, aber es ging einfach nichts mehr. So war ich am Ende glücklich und zufrieden nach 3:05:13h als Gesamtdritter einzulaufen. Ziel also erreicht. Mit der Zeit war bin ich zwar überhaupt nicht zufrieden, da sie einen Kilometerschnitt von 4:23min bedeutet. Ziemlich schlecht, trotz Treppenhaus, wie ich finde.


 

 

 

 

Doch dann ging es etwas schwerer und ich musste ihn ziehen lassen. Ab Runde 33 kamen dann auch ab und zu leichte Krämpfe auf. Besonders beim Treppen abwärts laufen zwickte es immer wieder. Also beschloss ich etwas Tempo zu drosseln bzw. an der Schwelle zu laufen. Ab Runde 40 sagte ich mir, dass es jetzt nur noch darum ging den dritten Platz  sichern.

Die letzten Runden wurden zwar teilweise zur Qual und kurz vor Schluss kam noch ein heftiger Krampf dazu. Aber ich hatte es ja gleich geschafft. Nach 3:05:35h überquerte ich als Gesamtdritter die Zielmatte. Ich war zwar völlig fertig, aber glücklich mein Ziel erreicht zu haben.

Danke an Christine meine Freundin, Viktoria und Jürgen, und den anderen Motivatoren und Unterstützern. Danke für’s anfeuern!

 

 

Vorbereitungsläufe in Erding, München und Holzkirchen mit guten Ergebnissen

Am 24.September stand ich nach sehr langer Zeit mal wieder in Erding bei Stadtlauf an der Startlinie. Ein schnellen Wettkampf Zehner hatte ich dieses Jahr auch noch  nicht gemacht….höchste Zeit also. Es waren 4 Runden a 2,5km zu absolvieren. Eine bestimmte Zeit oder so war nicht anvisiert, einfach versuchen so um die 3:40/3:45min zu laufen. Und es ging auch trotz normaler Trainingswoche  richtig gut. So gut dass ich auf der letzten Runde nochmal beschleunigen konnte und dann auch noch ca. 150m vor dem Ziel die erste Frau überholen konnte. Nach 37:10 lief ich als Gesamtachter und  Sieger in der AK M40 ins Ziel.

 

 

 

 

 

 

Zwei Wochen später hieß es dann beim München Marathon die Streckenlänge zu erweitern. Also lief ich den Halbmarathon. Ich fühlte mich zwar nicht so frisch und fit wie in Erding, aber es ging ja auch um nix. Da der Start in München erst um 13.30 war, bedeutete dies, dass man als schneller Läufer vermutlich in die um 10.00 gestarteten langsameren Marathonläufer laufen würde. Naja mal sehen. Auf den ersten beiden Kilometern musste ich mich erst mal vorarbeiten, weil sich wieder viele Läufer im Startbereich  nicht entsprechend ihres Niveaus eingestellt hatten. Danach kam ich gut ins Rollen und fand auch zwei, drei Mitläufer. Ab Schwabing, so Km 14 wurde es dann leider ein ZickZack laufen um die Marathonläufer. Trotzdem konnten wir das Tempo noch gut halten. Dies blieb auch bis zum Schluss so. Nur einmal, nach dem Durchlauf durchs Marathontor, als wir im Olympiastadion auf die letzten 300m gingen, mussten wir sogar fast stehenbleiben. Langsame Läufer und Walker machten sich auf der ganzen Bahn breit ohne Rücksicht auf nachfolgende Läufer. Am Ende lief ich dann in passablen 1:19:30h über die Zielmatte. Ganz zufrieden war ich zwar nicht, da ich eigentlich eine 1:18h laufen wollte. Aber mit den ganzen Umständen passte das dann schon.

Der letzte Feinschliff sollte dann in Holzkirchen beim Marktlauf stattfinden. Da es da über die 10 Meilen hoch über Hügel und Ansteige ging, war dies noch mal ein guter Tempolauf die anstehende DM50km. Da die meisten Teilnehmer die 10km in Angriff nahmen, war das Feld über die 16,1km (10 Meilen) gering. Vom Start weg war ich vorn dabei und nach einem Kilometer schon auf Platz 3. Dies war meine persönliche Zielvorgabe. Die Zeit war dieses Mal eher unbedeutend. Ich versuchte mein Tempo von 3:45min zu halten und noch etwas Luft für den Schluss zu haben. Mittendrin kamen ja zwei, drei böse Anstiege die auch Kraft kosten würde. Auf einer Anhöhe blies der Wind ganz schön und war auch ziemlich kalt. Da hieß es einfach weiterkämpfen und dran bleiben….denn wo es hoch geht, geht’s auch wieder runter. Dann war  es geschafft und es ging fast nur noch abwärts.Ich spürte förmlich wie ich nochmal Luft bekam und schneller wurde. Teilweise konnte ich jetzt sogar eine 3:35min laufen. Bis zum Ziel hielt es das Tempo hoch und gab alles. Nach 1:00:56 finishte ich als Gesamtdritter und hatte mein Ziel erreicht. In der AK M40 sicherte ich mir den 2.Platz

 

 

 

 

 

 

 

Königsschlösser Romantik Marathon in Füssen – Beine Top, die Luft ein Flop

Nur vier Wochen nach der DM über 100km in Berlin stand ich im wunderschönen Allgäu wieder an einer Startlinie. Beim Marathon in Füssen ging es mir aber vor allem darum, mit der Mannschaft gut abzuschneiden. Schließlich hatten wir den Sieg vom letzten Jahr zu verteidigen. Die Veranstaltung findet dabei an zwei Tagen statt. Am Samstag stehen der Halbmarathon, sowie der 10km Lauf und die Kinderläufe auf dem Programm. Und am Sonntag dürfen dann die Marathonläufer ran.

Das Wetter war zweigeteilt. War es am Samstag mit Temperaturen an die 23°C noch ein wenig zu warm, kühlte es in der Nacht durch ein schweres Unwetter mit Sturm und Starkregen ab. Dafür gab es dann eine hohe Luftfeuchtigkeit bei ca. 17 Grad.

Wie gesagt wollte ich dazu beitragen mit der Mannschaft so gut wie möglich abzuschneiden. Klar hatte ich auch einen Plan wie ich laufen wollte. Mit einem 4:00/4:05er Schnitt wollte ich anfangen. Und wenn alles gut lief, hinter Kilometer 30 vielleicht noch etwas schneller werden. Das Tempo so lange wie möglich halten war natürlich auch eine Option. Man muss ja nicht immer beschleunigen. Pünktlich um 7:30 fiel der Startschuss.

Relativ schnell fand ich meinen Rhythmus und zusammen mit drei anderen Läufern bildeten wir eine kleine Gruppe. Die Hoffnung vielleicht dieses Mal unter die Top 5 zu kommen, war sehr schnell erledigt. Anscheinend hatten noch ein paar gute Läufer gemeldet die zusammen mit den Favoriten vorne weg liefen. Aus Füssen raus ging es einmal komplett um den Hopfensee und dann noch mal eine halbe Runde. Alles lief gut und meine Beine fühlten sich echt gut an. Das hatte ich so eigentlich nicht erwartet. Denn 4 Wochen Regenerationszeit nach einem Ultra ist eigentlich zu wenig für einen schnellen Marathon.

Nach Kilometer 17 ging es dann kurz an Füssen vorbei in Richtung Forggensee. Jetzt kam dann auch der echt schöne Teil. Denn man hatte immer einen wunderbaren Blick auf die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschongau. Landschaftlich ist dieser Lauf echt absolut sehenswert. Für mich hieß es weiter das Tempo zu halten. Auch bei KM25 konnte ich noch den Schnitt halten und überlegte schon wann ich eventuell versuchte nochmal was zu machen. Aber das mit den Gedankenspielen hatte sich schnell wieder erledigt. Denn ich bekam etwas schwerer Luft und musste etwas Tempo rausnehmen. War die Luftfeuchtigkeit schuld? Oder war die Zeit zwischen den beiden Läufen doch zu kurz?

Seltsamerweise fühlten sich meine Beine weiterhin super an und wollten auch immer wieder Gas geben. Doch meinen geplanten Schnitt konnte ich nicht mehr halten und versuchte stattdessen um die 4:15 zu laufen. Beim direkten draufzulaufen auf Schloss Neuschwanstein musste ich aber nochmals Tempo rausnehmen. Das ging den ganzen Waldweg so. Ich glaube zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen 4:40er Schnitt drauf. Als es dann wieder raus auf Asphalt ging kam gleich eine Getränkestation. Ich trank was und mit einmal konnte ich ein, zwei Kilometer wieder einen 4:00er Schnitt laufen!? Seltsam.

Von meinem ursprünglichen Ziel um die 2:50h einzulaufen hatte ich mich natürlich schon längst verabschiedet. Aber eine 2:55 wäre auch noch super. Nach dem kurzen schnellen Stück fiel ich aber wieder auf einen langsameren Schnitt zurück. Immer wieder versuchte ich trotzdem Tempo zu machen bzw. es so hoch wie möglich zu halten. Doch ich merkte das es dann auch schwieriger wurde zu atmen und Luft zu bekommen. Dennoch gab ich niemals auf und zog immer wieder mal an. Das war dann wohl meinem Körper zu fiel und ab Kilometer 39 ging gar nix mehr. Ich schnaufte, japste und rang nach Luft. Und das bei 4:50er Schnitt und langsamer. Ein echtes sch…..Gefühl war das. Meine Beine waren immer noch top, aber ich konnte einfach nicht mehr beschleunigen. So schleppte ich mich förmlich dem Ziel entgegen und ging den letzten Anstieg hoch. Kurz vorher musste ich auch noch 2 Läufer vorbeilassen, darunter auch (wie bitter) den Sieger in meiner Altersklasse.

Doch die Gesundheit geht vor und ich wollte nicht auf Teufel komm raus hinterhergehen. Das muss dann wirklich nicht sein. Nach den letzten 3km und einer gefühlten Ewigkeit lief ich in 2:57:34h sogar noch als Gesamtneunter (AK Platz 2) ins Ziel ein. Und schon im Zielbereich setzte auch Ernüchterung ein was die Mannschaftswertung betraf. Das Marathon Team der DVAG hatte sich dieses Jahr anscheinend etwas vorgenommen und war mit vielen Läufern am Start. Und wie sich zeigte auch sehr gute. Denn am Ende mussten wir uns mit über 35min Rückstand mit dem Platz 2 in der Marathon Mannschaftswertung begnügen.

Woran es jetzt schlussendlich gelegen hat, weiß ich nicht so genau. Einige Topläufer klagten über die Luftfeuchtigkeit und das „schwerer atmen“. Naja ist am Ende ja auch egal. Ich bin immer noch in einer super Zeit eingekommen und gesund geblieben. Alles gut also!

 

 

 

Mit Kampfgeist zu einem Top Ergebnis bei der DM über 100km

Mit gemischten Gefühlen fuhr ich gemeinsam mit zwei weiteren Vereinskameraden (Günther Weitzer und Stephen Schöndorf) zu den 30. Deutschen Meisterschaften im 100km Lauf in Berlin. Nachdem es die ganze Woche sehr heiß war, sorgten starke Regenfälle am Donnerstag für eine Abkühlung. So waren es am Samstag zum Start angenehme 18°C. Leider sollten die Temperaturen laut Vorhersage noch auf bis zu 24 Grad ansteigen. Das alleine wäre aber nicht so schlimm gewesen Zusammentreffe von Ultraläufern bei reichlich essen und trinken. Danach hieß es ab ins Hotel und noch so viel Schlaf wie möglich bekommen.

Am nächsten Morgen waren es früh um 5.00Uhr bereits 18°C, und die Wahl für das zu tragende Laufshirt war damit gefallen. Ein Singlet würde da locker reichen, schließlich sollte es ja noch wärmer werden. Leider wurde es nicht nur das. Denn im Laufe des Vormittags stieg die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 90%, was für Bestleistungen natürlich nicht sehr zuträglich war. Bevor pünktlich um 6.00Uhr der Startschuss fiel, hieß es noch den Tisch für die Eigenverpflegung aufbauen. Unser DUV Präsident Günther Weitzer hielt noch eine kurze Grußrede und dann ging es auch schon los.

Schnell fand ich mein geplantes Tempo von 4:30min. Gelaufen wurde auf einer 5km Runde im Plänterwald. Eine schöne und vor allem schnelle Strecke mit eigentlich 2 langen Geraden. Die ersten Runden ließen sich gut an, obwohl sich die hinteren Oberschenkel etwas schwer anfühlten. Aber das würde sich schon noch rauslaufen, was dann so nach 15km passierte. Sehr gleichmäßig absolvierte ich Runde für Runde. Ich lag auf Gesamtplatz 8, was nach vorne noch alle Möglichkeiten ließ. Nele Alder-Baerens als erste Frau musste man ja auch noch abziehen. Alles gut also soweit.

Doch schon bei Kilometer 25/30 merkte ich das die zunehmende Luftfeuchtigkeit einem das Atmen und laufen schwermachte. Schon auf der achten Runde (Km35) merkte ich aber, dass es heute nicht mein Tag werden sollte. Trotzdem blieb ich meinem Tempo vorerst treu, nahm regelmäßig Salz und natürlich viel zu trinken zu mir. Da es aber nicht besser wurde, fasste ich den Entschluss bis zur Hälfte noch durchzuziehen und deinen einen Cut zu machen. Und schon die zehnte Runde zu Kilometer 50 hin, war 15sec langsamer als geplant. Also machte ich erstmal eine mehrminütige Pause und trank eine meiner 0,7l Trinkflaschen fast in einem Zug aus. Dazu Kartoffeln, Energieriegel und was es so an der normalen Läuferverpflegung gab.

Danach machte ich wieder auf den Weg. Reduzierte aber das Tempo auf 4:45/50min, was sich allerdings für mich nicht wirklich besser anfühlte. Mittlerweile waren schon einige Läufer, darunter auch Topläufer, ausgestiegen bzw. mussten den Wetterbedingungen Tribut zollen. Bis Kilometer 80 konnte ich ganz gut mein neues Tempo halten. Nur Runde 14. mit einem Schnitt von über 5:20min deutete schon an was die letzten 20km bringen würden. Zumindest sah es in der Altersklasse für mich bestens aus. Denn ich musste eigentlich nur durchkommen, um mir erneut den Titel Deutscher Meister M40 zu sichern.

Trotz, dass ich einen langsameren Schnitt lief, fiel es mir das Laufen sehr schwer. Sporadisch versuchte ich immer wieder mal das Tempo leicht zu erhöhen, aber da ging einfach nix. Zumindest mental schien ich aber gefestigt zu sein, denn ans ausstiegen dachte ich niemals. Aber selbst die letzten vier Runden, wo man eventuell noch mal was zulegen könnte, weil es dem Ende zu geht; wollten nicht so recht vergehen. Die zweit -und vorletzte Runde musste ich sogar auf einen Schnitt von über 5:30min runter.

Doch dann….endlich die allerletzte Runde. Bald würde die Tortur ein Ende haben. Eigentlich konnte ich da immer noch mal zulegen, aber diesmal wollte ich einfach nur ruhig und sicher ins Ziel kommen. Und dann tatsächlich nach 8:04:52h kam ich als Gesamtvierter im Ziel an. Scheinbar hatte es sich doch gelohnt rechtzeitig das Tempo zu drosseln und vernünftig zu laufen. Denn das ich trotz der langsamen zweiten Hälfte auf den Platz 4 vorgespült würde, lag sicher daran das einige Topläufer die Wetterbedingungen unterschätzt haben und zu schnell angegangen waren.

 

 

 

 

 

Gefühlt hatte ich über 6 Liter, wenn nicht sogar sieben Liter, getrunken. Allein das deutet an wie hoch die Luftfeuchtigkeit gewesen sein und ich rausgeschwitzt haben muss. Zusammen mit dem Meistertitel in der AK M40 kann ich dann doch recht zufrieden sein mit dem Ergebnis. Zwar weiß ich auch, dass ich nicht in Topform zu den Meisterschaften angereist bin und viel Glück hatte. Aber manchmal braucht man das eben…..

 

 
Letzter Härtetest vor der DM100km beim Iller Nachtmarathon

Drei Wochen nach dem Rennsteiglauf wollte ich noch einmal die Form überprüfen. Dazu ging es zum Iller Nachtmarathon, der von Immenstadt nach Kempten führte. Start ist um 20.00Uhr und die Strecke führt an der Iller und durch das wunderschöne Allgäu.

Nachdem ich im letzten Jahr; mit nur 2 Wochen Regeneration zwischen Rennsteiglauf und Marathon; Gesamtfünfter wurde, hoffte ich auf ein ähnlich gutes Ergebnis. Mein Plan sah vor in einem 4:00er Schnitt zu laufen und einfach zu schauen wie weit das gehen würde. Im Idealfall natürlich bis zum Ziel. Die Wetterbedingungen waren fast ideal. Mit anfangs an über 20°C vielleicht noch etwas warm, aber es wurde zu fortgeschrittender Stunde ja kühler.

Zuerst wurden 600m auf der Bahn im Stadion gelaufen, bevor ging es raus auf die Strecke. Da die Teilnehmerzahlen nicht so hoch sind bei deisem Lauf, war ich ziemlih schnell allein unterwegs. Trotzdem fand ich schnell in mein Tempo und war nach 5/6km auch nicht mehr allein. Ein Postkollege aus dem Nationaltem, Thomas Lechner, lief zu mir auf. Wir waren Beide froh, dass man jemanden hatte mit dem zusammen laufen konnte. Da läuft es sich einfach besser. Sehr konstant absolvierten wir die nächsten 10-15km. Alles war gut und ich bereitete mich auf die einsetzende Dunkelheit und den einzig nennenswerten Anstieg bei km24 vor.

Kurz vorher liefen wir auch zwei Läufer vor uns auf und gemeinsam ging es „hoch“. Ich fühlte mich noch gut und versuchte das Tempo weiter hoch zu halten. So ein paar Meter hoch sind ja nicht so schlimm. Ein paar hundert Meter blieb unsere kleine Gruppe noch zusammen, dann zerfiel sie. Gefühlt wurde vorne etwas Tempo gemacht, denn meine Uhr zeigte immer noch den 4er Schnitt an. Also blieb ich vernünftig und ging nicht mit. Irgendwie kam ich auf einmal auch nicht mehr so richtig in Tritt und der Schnitt sank. Immer wieder wollte ich zwar mehr Gas geben, aber es ging nicht so richtig. Folgerichtig kam bei km35 der erste Krampf.

Das hatte zur Folge, daß ich Tempo rausnahm und nur locker ins Ziel laufen wollte. Die DM über 100km zqwei Wochen später wollte ich nicht unnötig gefährden. Und zwei Wochen Regeneration sind ja eigentlich schon das Mininum. Also lief ich so „entspannt“ wie möglich dem Ziel entgegen und kam dort nach 2: 55:09h als Gesamtsechster ins Ziel. In der Altersklasse sicherte ich mir damit den Sieg. Doch für mich stand jetzt sofort die aktive Erholung an, damit ich in 14 Tagen bestens vorbereitet nach Berlin fahren konnte.

 

Punktlandung nach seltsamen Rennverlauf

Bereits zum zwölften Mal stand ich in Eisenach an der Startlinie des Supermarathons in Rahmen des Rennsteiglaufes. Das Wetter sollte entgegen der Prognosen optimal werden. Bei Temperaturen zwischen 10°-13°C waren die läuferischen Bedingungen fast ideal. Bis auf einige schlammige Passagen durch heftigen Regen in den Tagen zuvor, war die Strecke wieder top.

Für mich hieß es das Motto diesmal, endlich wieder mal eine deutlichere Zeit unter 6 Stunden zu laufen. Geplant war eigentlich die Zeit von 5:45h anzugreifen. Doch aufgrund von 2 Wochen Trainingsausfall, incl. des Dreiburgenland Marathons, im April wusste ich nicht ob dies möglich war. Besonders der nicht gelaufene Marathon, mit insgesamt über 800HM, fehlte mir irgendwie in der direkten Vorbereitung. Ob die zwei, drei kurzen Bergläufe einen Lauf über 42km wettmachen, würde sich zeigen. Wenn es gut laufen sollte, dann konnte ich auf der Strecke ja immer noch alles versuchen. Falls nicht sah der Plan mindestens eine Zeit bis 5:55h vor.

Die erste Ernüchterung gab es dann aber schon vor dem Start. Nachdem die Strecke schon im letzten Jahr nach km58 leicht verändert wurde, hatte man sie nun noch einmal neu vermessen. Was bedeutet, dass es jetzt 800m mehr sind. Statt 72,7km werden nun also 73,5km gelaufen. Eigentlich nicht viel, aber dennoch fast ein Kilometer. Sprich eine Zeit von 4-5min die man mehr rechnen muss. Also verabschiedete ich mich noch vor dem Start von meiner Hoffnung auf die 5:45h. Dann halt wenigstens an die Bestzeit von 2012 (5:49h) versuchen ranzukommen.

Pünktlich um sechs fiel der Startschuss und über 2100 gemeldete Teilnehmer setzten sich in Bewegung.

 

Nachdem ich im vergangenen Jahr die ersten 20/30km zu schnell angegangen war, wollte ich mich dieses Mal voll auf meine persönliche Pace konzentrieren. Relativ schnell sortierte sich das vordere Feld und ich fand mich unter den Top20 wieder. Schon da war mir klar, dass es ein sehr einsames Rennen werden würde. Bis zum Kilometer 10/15 oder so, gab es zumindest noch so etwas wie eine lose Gruppe von 5-7 Läufern. Danach aber war ich eigentlich fast immer allein unterwegs. Das ich dann doch kurzzeitig jemanden hatte, mit dem ich zusammen laufen konnte war eher Zufall. Und wirklich zusammen laufen war es auch nicht. Denn abwärts machte er immer wieder ein paar Meter gut, während ich an den Anstiegen wieder zu ihm aufschloss.

Beim Abstieg vom Inselbergs mit dem extremen Gefälle hab ich ihn kurz noch ein Stück weit vor mir gesehen, und dann gar nicht mehr. Ich dachte, dass er mir irgendwann hinter km50 schon wieder begegnen würde, weil er die Abwärtspassagen einfach zu sehr „runter gebrettert“ ist. Dem war aber leider nicht so. Das war mir aber auch egal. Ich fühlte mich gut und wollte weiterhin mein Tempo laufen. An der ersten Zeitnahme am Inselsberg lag ich zwar über eine Minute hinter dem Plan, aber die Strecke war ja noch lang mit einigen Anstiegen. Bis zur Hälfte (Ebertswiese 37,7km) also ruhig bleiben, denn zwei gemeine Anstiege bei km41 und kurz danach bei km43 folgten. Nur nicht zu früh zu viel riskieren. Meine Planungen sahen vor dann ab Kilometer Fünfzig nochmal zu beschleunigen, wenn mein Körper dies zuließ.

Aber irgendwie schaffte ich es nicht die Konzentration (und Motivation?!?) hoch zu halten. Als ich das nächste Mal meine Zeit kontrollierte (km50), hatte ich bereits 6min verloren.

Wie war das denn passiert und was tun fragte ich mich?

Eine Antwort darauf fand ich nicht so wirklich. Erste (Gegen)Maßnahme war eine Magnesium Tablette. Die Zweite, die Endzeit nach oben zu korrigieren, in der Hoffnung wenigstens die 5:55h zu packen. Bis zum möglichen Ausstieg am Verpflegungspunkt „Grenzadler“ (Km 54,7) versuchte ich einfach dranzubleiben, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Dort hielt ich kurz an, trank zwei, drei Becher, und nahm etwas Salz zu mir. Jetzt wollte ich dann aber doch noch mal etwas mehr Tempo machen. Schließlich waren es ja „nur noch“ 18km, ein lockerer Trainingslauf also. Den letzten längeren Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke, dem „Großen Beerberg“ (972 HM), lief ich so schnell wie es möglich hoch. Geschafft. Bis zum Ziel ging es nun eigentlich nur noch abwärts. Also alle Kräfte bündeln und alles was noch im Körper steckt raushauen. An der letzten Verpflegungsstation „Schmücke“ (km 64,8km) schaute ich vorsorglich noch einmal kurz auf die Uhr und stellte erschrocken fest, dass ich nun bereits 9 Minuten hinter meiner Bestzeit von 2012 lag. Ich musste also nochmal drei Minuten verloren haben!?

Jetzt war natürlich nicht nur die neu anvisierten 5:55h in Gefahr, sondern eine Zeit unter sechs Stunden überhaupt. Doch Jammern half da jetzt auch nicht. Ich forcierte weiterhin das Tempo und hoffte einfach, dass es noch reichen würde. Auf den restlichen 4-5km schaffte ich es tatsächlich einen Schnitt von 4:25 zu laufen. Als es nur noch abwärts ging sogar einen 4:15er Schnitt und teilweise drunter.

Was also war da im Mittelteil des Rennens losgewesen? Das ich jetzt noch so schnell (trotz abwärts) unterwegs war, lässt doch fast vermuten, dass ich nicht alles gegeben habe?!? Aber das kann doch eigentlich nicht sein? Oder hatte ich doch Motivationsprobleme und konnte die Geschwindigkeit und das Leistungsvermögen nicht auf die Strecke bringen? Bin einfach nur ratlos und genervt von der Frage des Wieso.

Das ich trotz meines hohen Tempos dann so ca. 1,5km vor dem Ziel überholt wurde, passte für mich da irgendwie ins Bild. Als ich mich auf der Zielgeraden befand schaute ich kurz auf die Uhr und ..oh 5:59:00h. Jetzt musste ich tatsächlich richtig Gas geben wollte ich unter der magischen 6h Grenze bleiben. Was für ein Stress 😊 Am Ende wurde ich mit 5:59:47h und Gesamtplatz 12 (AK M40 Platz 3) für meine kämpferische Leistung belohnt.

 

 

 

 

 

Trotzdem werde ich wohl meine bisherigen Trainingseinheiten und Umfänge auf den Prüfstand stellen. Denn wieder hab ich mein selbst gestecktes Ziel nicht erreicht und das nervt langsam gewaltig.

 

 

 

Mit Willen und Kampfgeist zum Traumergebnis – DM im 6h Lauf in Münster

Bei bestem Läuferwetter stand am 11.März in Münster die erste Meisterschaft der DUV im Jahr 2017 an. Auf dem Standortübungsplatz Handorf, nördlich von Münster, heiß es in 6 Stunden so viele Kilometer wie möglich zu laufen. Mit einem neuen Anmelderekord von 976 Teilnehmern stand der erste Rekord schon vorher fest. Die Strecke betrug exakt 5,085km, so dass man mit Beendigung der 10.Runde die 50km voll hatte. Dazu wurde der Start extra um 850m vorverlegt.

Schon am Donnerstag reiste ich mit 4 weiteren Schwindeggern an, um auch ja keinen Stress aufkommen zu lassen. Am Freitag wurde eine Stadtbesichtigung mit Besuch des Rathauses gemacht. Dort konnte man die Dokumente des in Münster besiegelten „Westfälschen Friedens“ begutachten. Am Nachmittag dann die Abholung der Startunterlagen, bevor am Abend noch die Jahreshauptversammlung der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV) auf dem Programm stand.

Dort wurde unser Günther Weitzer, Förderstützpunktleiter vom SV Schwindegg, einstimmig als neuer Präsident gewählt. Herzlichen Glückwunsch dazu.  Danach hieß es noch etwas schlafen und die Nervosität nicht zu groß werden lassen.

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 10.00Uhr fiel dann der Startschuss. Die Strecke, sowie die gesamte Veranstaltung, waren top organisiert und vorbereitet. Ein Dankeschön an den Veranstalter Christian Pflügner und sein Team. Mein erklärtes Ziel waren die 81+x, was einen Kilometerschnitt von 4:26 bedeutete. Die Vorbereitung verlief absolut reibungslos und ohne Probleme. Auch die Ergebnisse der Wettkämpfe in diesen 14 Wochen ließen auf ein gutes Abschneiden hoffen.

Wie immer wollte ich konstant mein Tempo durchziehen ohne mich von anderen beeinflussen zu lassen. Relativ schnell, nach 2-3 Runden pendelte ich mich so um Platz 7/8 ein. Die Sorge die Strecke würde bei so vielen LäuferInnen etwas eng werden, stellte sich auch als völlig unbegründet heraus. Man konnte frei laufen und es wurde Rücksicht auf die Schnelleren genommen. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo ich arge Probleme hatte mich die ersten 3 Stunden zu motivieren, passte dieses Mal alles. Gleichmäßig absolvierte ich meine Runden, die ich um die 22:36min laufen musste. Alles lief wirklich perfekt. Auch die Unterstützung an der Strecke bzw. von unserem Verpflegungstisch aus, war hervorragend.

Nach der Hälfte des Rennens fühlte ich mich auch noch sehr frisch. Die 50km Marke nach zehn Runden durchquerte ich bei 3:42h. Alles lief nach Plan. Nicht einmal mehr 2 Stunden waren zu laufen, als ich in der zwölften Runde das zweite Mal kurz austreten musste. Sogleich zog ein Läufer an mir vorbei. Es war Enrico Kreidel von der LG Nord Berlin Ultrateam. Natürlich versuchte ich gleich wieder aufzuschließen, merkte aber dass er ein etwas höheres Tempo ging als ich. Trotzdem blieb ich erst einmal in seiner Nähe. Auch weil ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, wo ich überhaupt lag. Als wir diese Runde, die ich langsamer lief als geplant, beendeten rief mir Markus Mallmann zu das ich Fünfter sei und Enrico der Viertplatzierte sei. Schön und gut und dachte ich mir. Wen ich jetzt an ihm dranbleibe oder gar überhole bin ich dann auf dem undankbaren 4. Platz. Also was machen?

Das sagte mir mein Körper. Denn auf der folgenden dreizehnten Runde musste ich ihn ziehen lassen, weil es bei mir eine Schwächephase gab. Ich spürte förmlich wie sich auch der Laufstil verschlechterte, konnte aber irgendwie nix dagegen tun. Ich sagte mir, nur nichts riskieren und in der letzten Stunde noch einmal alles probieren. Weit über eine Minute verlor ich auf dieser Runde. Noch rund 70min standen auf der Uhr im Durchlaufbereich. Von da bis zur Eigenverpflegung ging ich. Ich hatte das Gefühl keinen Saft mehr zu haben. Daher trank ich gleich 2-3 Becher puls meine eigene 0,5l Flasche. Christine und Markus schreiten mich an nochmal alles zu geben und dass jetzt meine Stärke (die letzte Stunde) kam. Die Info war das Vierte Enrico jetzt mittlerweile 400-500m vor mir war und der Drittplatzierte sollte 3min davorliegen.

Und mit dem Ende der Verpflegungszone kurz nach dem Rundendurchlauf passierte es dann. Mit einmal bekam ich wieder Luft und ich konnte wieder einen sauberen Laufstil hinlegen. Mit durchschnittlich 4:20min pro Kilometer pflügte ich mich regelrecht durch das Feld. Und auch Enrico kam immer näher. Ich hatte auf einmal so einen Speed drauf, dass ich mich selbst wunderte wo das jetzt herkommt. Bei Kilometer 3 ungefähr hab ich ihn dann eingeholt und überholt. Ich ließ ihn quasi stehen. Denn bis zum Ende dieser 14. Runde nahm ich ihm nochmal 400-500m ab. Wahnsinn. Markus war völlig begeistert und sagt nur das mein Laufstil wieder top sei und ich weiter Gas geben soll.

Das tat ich natürlich. Zwar drosselte ich das Tempo wieder auf meinen Normalschnitt. Aber ich hielt es weiter hoch. Und so beendete ich auch die vorletzte Runde mit 22:33 schneller als geplant. Dass es die vorletzte Runde werden würde konnte ich natürlich nicht mit absoluter Gewissheit sagen. Aber aufgrund meines geplantes Schnitts von 4:26 und der noch vorhandenen Zeit bis zu den 6 Stunden hoffe ich darauf. Etwas weniger als 24min standen noch auf der Zeituhr. Da sollte schon noch eine Runde gehen?

Und wie die ging. Ich wollte auf Nummer sichergehen und unbedingt noch einmal durch „Ziel“ laufen. Also erhöhte ich das Tempo und haute alles raus. Mit einer unglaublichen, nicht für möglichen gehaltenen Energieleistung, rannte ich die sechszehnte und allerletzte in unfassbaren 22:14! Meine Uhr zeigte kurzzeitig sogar einen 4:15er Schnitt an. Irre.

Als es dann die letzten Meter in Richtung Durchlauf ging sah ich schon unsrem Teamchef Günther Weitzer. Der jubelte und lachte wie ein Verrückter und schrie mir zu:

„Christian, super 2. Platz Gesamt. Du bist wahnsinnig“ …..oder so.

Glauben konnte ich es eh nicht, weil ich eigentlich dachte, dass ich Dritter wäre. Wie sich aber herausstellte hatte ich auf der letzten Runde den sehr lange auf Platz 2 liegenden Benjamin Brade noch abgefangen. Verrückt. Trotzdem wollt ich die letzten knapp 2min nicht austrudeln, sondern versuchte irgendwie doch noch die 81 Kilometer zu erreichen. Bis zum Schluss gab ich alles, und war dann als die Schlusssirene ertönte völlig fertig.

 


 

 

 

 

Dies äußerte sich auch dadurch, dass ich total dehydriert und zitternd rumlief. Meinen Vereinskameraden gaben mir erstmal reichlich zu trinken, setzen mich auf einem Stuhl und sorgten dafür, dass ich warm eingepackt war. Über 20min brauchte ich, um wieder fit zu werden. Hinterher meinten Alle dass ich ganz schön fertig ausgesehen habe…..naja aber es hatte sich doch gelohnt.

Den die Vizemeisterschaft, plus den Meistertitel in der AK M40 und zusätzlich den 2. Platz mit der Männermannschaft. Da kann man sich schon mal über die Grenzen hinaus gehen oder!?

 

Härtetest und Leistungs-Check in Bad Füssing bestens bestanden

Nach fast zwei Dritteln der Vorbereitung stand mit dem Thermen Marathon der erste große Härtetest auf dem Plan. Eigentlich gleichzeitig auch der Letzte, denn in den letzten 5 Wochen bis zur DM im 6h Lauf passt kein weiterer Testlauf. Da zählt jetzt jede intesive Traingseinheit und Woche.

Das Wetter in Bad Füssing war perfekt. Sonennschein, leicht bewölkter Himmel und Temperaturen um die 5°/6° Grad. Alles war also angerichtet für eine echten Test. Die beiden Läufe der WLS in Ismaning waren zwar auch (Test)Wettkämpfe. Aber 13 und 17.7km sind halt was anderes, als jetzt 42,195km. Und immerhin galt es Diese in hohen Tempo zu laufen. Geplant war auf den 4 Runden (jeweils 2x 11,1km bzw. 10km) bis mindestens Km30 einen 4:00/4:05er Schnitt zu laufen und dann nochmal Gas zu geben. Wenn möglich sogar auf 3:50min runter…..

Pünktlich um 10.00Uhr fiel der Startschuss und zusammen mit über 1000 anderen Läufern (Halbmarathon+Marathon) ging es auf die Strecke. Von Anfang an konnte ich mein geplantes Tempo durchziehen. Immer wieder suchte ich mir auch Gruppen oder auch einzelne Läufer mit denen ich laufen konnte. So lef ich auf der zweiten Runde einen Halbmarathoni auf und motivierte ihn weiter dran zu bleiben. Da er dasselbe Tempo wie ich laufen wollte, war er über miene Begleitung froh. Bis kurz vor seinem Zieleinlauf liefen wir zusammen und hielten das Tempo hoch. Kurz vor der Zielgeraden beschleunigte er nochmal und bedankte sich hinter dem Ziel, als ich auf meine 3.te Runde ging, bei mir.

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Mir ging es weiterhin gut. Nur wurde es jetzt etwas einsam. Ein ganzes Stück weiter vorne sah ich zwar einen Läufer, aber der war schon noch ein Stückl weg. Also blieb ich erstmal wie geplant in meinen Tempo und machte mir keine Gedanken über vor mir liegende Läufer oder gar die Zeit. Schon am Ende der dritten Runde begann ich etwas zu beschleunigen. Mit dem letzten Rundendurchlauf hieß es nun Tempo weiter versuchen zu erhöhen bzw. hoch zu halten. Konstant leif ich jetzt im 3:55er Schnitt und etwas drunter. Und bei Km 33.5 sah ich dann wieder Läufer vor mir. Ich würde sagen so 500-600m vor mir. Ich erkannte drei Läufer, wovon 2 etwas näher zu mir und einer etwas weiter weg war.

Jetzt wollte ich natürlich versuchen da noch heranzulaufen. Da ich wirklich nicht wußte welche Zeit ich ungefähr hatte, und was meine derzeitige Platzierung war, wollte ich einfach das Tempo weiterhin so hoch wie möglich halten. Stück für Stück kam ich jedenfalls näher. Doch irgendwann würde mir eventuell auch die Strecke ausgehen. Doch dann ging es doch relativ schnell. Vermutlich war es das Adrenalin und die Motivation die mich immer weiter nach vorne trieben. Jedenfalls ging es dann sehr schnell. Zwischen den Kilometer 39 und 40,2 überholte ich erste die beiden hinteren Läufer und kurz darauf auch noch den anderen. Ich würde jetzt schätzen dass ich für all drei Überholvorgänge vielleicht max. 500m gebraucht habe.

Jetzt hieß es nur noch weiter Vollgas und ab ins Ziel. Zwei/Dreimal zuckten kurz die Waden, aber einfach ignorieren und wieder Fuss auf Gaspedal. Das erste Mal auf die Uhr schaute ich dann vielleicht so 600/700m vor dem Ziel. Und da sah ich dann das ich auf jeden Fall ubter2:50 bleiben würde. Also nochmal die letzten Reserven mobilisieren und schauen wie weit drunter. Am Ende kam ich in 2:49:36h als Gesamtzehnter (gut das ich die Drei noch überholt hatte) ins Ziel. Damit konnte ich mir den zweiten Platz in der Altersklasse sichern.

by E.Fladerer
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Alles in allem ein wirklich perfekter Lauf mit perfekten Bedingungen. Hätte echt nicht mit so einer Zeit gerechnet. Scheinbar habe ich aber bisher alles richtig gemacht. Mal sehen wie die letzten Trainingswochen verlaufen. Auf gehts Richtung Deutsche Meisterschaft….

 

 

 

 

 

Der letzte Ultra im Jahr – alles raushauen oder genießen?

Am vorletzten Oktobertag ging es auf nach Remscheid, wo seit nunmehr 16 Jahren der Röntgenlauf stattfindet. Gelaufen wird dabei, wie es der Name schon verrät, auf dem originalen Röntgenweg. Das Wetter wurde ein Traum. Wolkenloser Himmel bei Temperaturen zwischen 10°und 15°C. Dazu kein Wind….perfekter geht es eigentlich nicht!

Wäre da nicht die ansprungsvolle Strecke. Auf den 63,3km waren immerhin über 1000HM zu überwinden. Und da waren zwei, drei richtig steile Rampen drin. So etwa ca. bei km27/28 als es einen Serpentinenweg mit gefühlten 45° Steigung hochging. Oder bei km45 als am Ende noch eine mehrstufige Treppe zu bewältigen war. Aber von Anfang an.

Für den letzten Ultra in diesem Jahr hatte ich mir eigentlich nur vorgenommen, 61sec. schneller zu sein, als vor zwei Jahren. Da hatte ich 5:01:00h gebraucht. Damit war ich damals Gesamtfünfter geworden. Jetzt wollte ich das eine Vier vorne steht. Sollte ich, wenn alles gut läuft, sogar um die 4:50h laufen, wäre ein Podestplatz möglich.

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Die Streckenlänge war dabei in exakt 3 Halbmarathons unterteilt, wobei die Hälften zwei und drei die Schwierigsten darstellten. Deshalb versuchte ich auch den ersten Teil etwas langsamer anzugehen. So hatte ich eventuell noch was zum zulegen. So sah es mein Plan vor. Ich hielt mich also etwas zurück und beendete den ersten HM nach 1:32:24 und damit 3min langsamer als 2014. Da brauchte ich aber auf den anderen Streckenteilen deutlich länger. Dieses Mal hatte ich vor es besser zu machen. Und ich fühlte mich weiterhin richtig gut. Ich versuchte an den leichten Anstiegen nicht zu viel Zeit zu verlieren, aber auch nicht zu schnell hochzulaufen. Dafür „bretterte“ ich die Abstiege nicht herunter, sondern bewältigte sie kontrolliert. Das Konzept schien bislang aufzugehen.

Trotz zweier heftiger Anstiege bei km25, und den oben Genannten bei km27, blieb ich im weiter im Soll. Für den Marathon war eine Durchgangszeit von um die 3:15h, bzw. um die 1:45h für die zweite Hälfte, geplant. Als ich die 42,195km Marke passierte zeigte die Uhr 3:14 (1:41h). Vielleicht einen Tick zu schnell, aber noch immer fühlte ich mich gut. Auch wenn mich kurz vorher Frank Meerbach überholt hatte. Er ist eigentlich weiter vorne anzusiedeln, wusste aber nach überstandener Erkältung nicht wie es um ihn stand. Ich lag bis dahin auf Gesamtplatz Vier, was natürlich für’s Podest noch alle Möglichkeiten ließ. Jetzt war ich also Fünfter…. wollte mich aber noch nicht aufgeben. Also meine ím Verpflegungsbereich deponierte Trinkflasche mit Elektrolyt gepackt und weiter ging‘s.

Bis km50 trotzdem weiterhin etwas zurückhaltend laufen, sagte ich mir. Denn von kurz nach dem Marathon bis ca. km47 ging es nun stetig bergauf. Ich versuchte konzentriert zu bleiben und noch nicht zu viel zu riskieren. Am Ende des langen Anstieges stand dann die Treppe. Die beste Variante war einfach diese hochzugehen. Oben angekommen gleich wieder in den Laufschritt und Tempo aufnehmen. Zum Glück kam jetzt ein längeres Stück was geradeaus ging. Also nicht nachlassen und locker bleiben.

Dennoch hatte ich immer wieder Probleme meinen Schnitt zu halten. Und obwohl jetzt keine großen Hügel zu überwinden waren, fiel es mir schwerer und schwerer diese zu überwinden. Ging es runter konnte ich sofort etwas an Tempo gewinnen. Im Kopf war jetzt auch öfters der Gedanke, dass es für die 5 Stunden Grenze eng werden könnte. Den Podestplatz hatte ich schon abgeschrieben. Aber aufgeben wollte ich mich weiterhin noch nicht. Alles was noch ging versuchte ich rauszupressen. Bis dann irgendwann hinter km54/55 beide Arme anfingen zu kribbeln, schwer wurden und ich schon ganz schön schnaufen musste. Da trotz ausschütteln das Kribbeln anhielt, und ich auch in flachen Streckenteilen Probleme bekam, beschloss ich Tempo rauszunehmen und nur noch sicher „heim“ zu laufen.

Beim letzten Wettkampf des Jahres muss man ja nicht auf Teufel komm raus alles riskieren. Die letzten Anstiege ging ich teilweise hoch, weil ich das Gefühl hatte total blau zu sein. So war es mir dann auch egal, als bei km 61,5 mich noch ein Läufer überholte. Was soll’s dachte ich mir. Ob Platz 5 oder jetzt Sechster……ist doch total unwichtig. Überraschenderweise lief ich dann doch in 5:05:03h auf Gesamtplatz 5 ein. Also entweder einer ausgestiegen oder auf der Strecke hatten sich die Leute verzählt? Aber wie bereits erwähnt….egal und unwichtig.

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Ich freue mich jetzt auf meine wohlverdiente Laufpause. Mein Körper hat ja anscheinend förmlich danach geschrien. Und auf seinen Körper hört man.

Danke an dieser Stelle an Dietmar und Michael! Michael ist einer vom Orga-Team gewesen, der mir die Übernachtung bei Dieter ermöglicht hat. Mit Beiden hatte ich die kurze Zeit in Remscheid sehr viel Spaß. Danke an Euch! Ihr seid echt super!

 

 

Ein (fast) perfekter Lauf beim 50. Jubiläumsmarathon in Berlin (25.09.2016)

Nachdem ich in der Juniverlosung des HTC diesen Mega-Hammer Preis gewonnen hatte, stand endlich der große Tag an. Oder besser gesagt die Tage, denn der Gewinn beinhaltete ja das ganze Wochenende mit Start, Unterkunft Athletenhotel und einem meet&greet mit den HahnerTwins.

Die Vorfreude darauf war natürlich immens groß. Immerhin würde ich meinen fünfzigsten Marathon laufen und das in Berlin. Die weltweit schnellste Strecke mit der besten Stimmung. Ich freute mich wahnsinnig auf alles, auch weil ich vollkommen entspannt war. Da ich in diesem Jahr schon alles erreicht was ich mir persönlich vorgenommen hatte, verspürte ich keinerlei Druck und wollte den Lauf einfach nur genießen.

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Nachdem ich am Freitag meine Startunterlagen abgeholt hatte, ließ ich den Tag in Ruhe ausklingen. Am Samstagvormittag noch kurz einlaufen, bevor das Treffen mit Anna und Lisa Hahner stattfand. Bevor es losging, hatte ich in der Lobby noch Gelegenheit mit einem weiteren Olympiateilnehmer, Philipp Pflieger, zu sprechen. Aber dann ging’s los….Fotos, Fragen und ein sehr kurzweiliges Gespräch ließen das meet&greet zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Und es sollte nicht das letzte Mal an diesem Tag/Wochenende gewesen sein, dass ich die beiden Mädels und Thomas Dold traf. Schon am Abend beim organisierten Pizzaessen von Mitgliedern des Hahner Twins Club kamen Anna und Thomas kurz hinzu. Der perfekte Abschluss eines schönen Tages.

Am Sonntag früh war es dann endlich soweit. Zusammen mit 40000 anderen Läufern stand ich im Startblock. Dort traf ich noch Carlos, einen Postler Kollegen, der gerne unter 3h Stunden laufen wollte. Ich war voller Adrenalin und Glückshormone, dass ich es kaum erwarten konnte das es losging. Mit einem Lächeln im Gesicht (das auch blieb) ging es über die Startlinie und auf die ersten Kilometer. Schnell fand ich meinen Rhythmus und das richtige Tempo. Obwohl ich mir kein konkretes Zeitziel vorgenommen hatte, wollte ich doch von Anfang an Druck machen. Vielleicht ging ja trotz der kurzen Regenerationsphase nach dem 100er etwas.

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Alles lief echt super und die Atmosphäre an der Strecke verschaffte mir ein ums andere Mal eine Gänsehaut. Meinen 50. Marathon erlebte ich fast wie im Rausch und ich genoss jeden einzelnen Meter. Es war einfach klasse. Zu keinem Zeitpunkt fühlte ich mich irgendwie schlecht oder hatte Probleme. Selbst als ich schon jenseits der 30km Marke war konnte ich mein Tempo halten. Sollten meine Bedenken also umsonst gewesen sein?!

Die letzten 7km brachen an und ich überlegte eventuell nochmal etwas zu riskieren, und das Tempo zu erhöhen. Mittenrein ging aber plötzlich fast nix mehr. Ich hatte auf einmal einen totalen Hänger und ich sah die letzten sechs Kilometer mich nur so dahinschleichen. Es waren doch nur noch ein paar Meter. Also blieb ich an der letzten Getränkestation stehen und trank so ungefähr 5/6 Becher. Man hatte ich auf einmal Durst. Dann wieder langsam in Bewegung gesetzt und auf einmal lief es wieder besser.

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Ich kam nochmal in meinem Rhythmus und erhöhte das Tempo leicht. Ganz schnell wurde ich zwar nicht mehr, aber zumindest konnte ich einige Läufer wieder überholen, die vorher an mir vorbei sind. Da bog ich auch schon auf die laaaange Zielgerade ein. Die Zuschauerreihen wurden dichter und das Brandenburger Tor immer größer. Jetzt einfach durchlaufen und die letzten Meter genießen und die Stimmung aufsaugen. Nach 2:48:40 hatte ich meinen Jubiläums Marathon gefinisht und war überglücklich. Unter 2:50h war ich diesem Jahr noch nicht gelaufen. Ein (fast) perfekter Lauf also, denn insgeheim hatte ich gehofft eine 2:45 zu laufen. Aber da hätte wohl wirklich alles passen müssen.

In der VIP-Lounge, wo ich ebenfalls Zugang hatte, traf ich dann nochmal Anna, Lisa und auch Thomas, die mir alle zu dieser super Zeit gratulierten. Danke an Euch kann ich da nur sagen. Besser hätte man meinem 50. Marathon wohl nicht planen können.

Ein Video vom Wochenende findet ihr unter der offiziellen HahnerTwins YouTube Seite.

 

 

Deutsche Meisterschaft über 100km am 20.08.2016 – Belohnung für die harten Trainingsmonate

Erst zum insgesamt dritten Mal überhaupt sollte ich eine deutsche Meisterschaft über 100km finishen. Den in den letzten beiden Jahren war mir dies durch unterschiedliche Umstände leider nicht vergönnt. Aus diesem Grund hatte ich auch für 2016 einen besonderen Fokus daraufgelegt. Und die beiden anderen DM’s über 50km und 6h, so gut wie sie auch liefen, sollten ebenfalls nur eine Station auf dem Weg zur diesjährigen deutschen Meisterschaft sein. Motivierend kam für mich dazu, dass mit Leipzig meine Heimatstadt Austragungsort war.

So reiste ich also am Donnerstag Abend voller Vorfreude und bestens vorbereitet in die Messestadt. Am Vorabend dann noch kurz bei der Nudelparty vorbeigeschaut, die Startunterlagen geholt und mit alten Freunden und Weggefährten geplaudert.

Am nächsten Morgen beim Aufstehen dann aber eine kleine Überraschung. Es regnete und dies ziemlich heftig. So war das Wetter aber nicht vorhergesagt worden. Es sollte erst am Nachmittag Schauer und Gewitter geben bei Temperaturen über 25°C. Naja, vielleicht hörte es ja bis zum Start noch auf. Doch daraus wurde nix, aber zumindest ließ der Regen etwas nach.                                                                                                                                            Pünktlich um sechs fiel dann der Startschuss zu den 29. Deutschen Meisterschaften. Wie erwartet zogen die Favoriten gleich davon, während ich versuchte schnell meinen Rhythmus zu finden. Eine festgelegte Zielzeit oder gar Platzierung gab es nicht. Ich wollte den Lauf einfach nur genießen und hoffte lediglich auf einen Platz unter den ersten Sechs.

Wie immer war der Plan mein Tempo von durchschnittlich 4:30 konsequent durchzulaufen, um dann hintenraus zu schauen was noch geht. Da irgendwann die Sonne, wie angekündigt, rauskommen sollte, würden da mit Sicherheit noch einige Athleten Probleme bekommen. Ich konnte mich da voll auf meine Qualitäten verlassen, Hitze und Schwüle besser verkraften zu können, als vielleicht manch Anderer. Die ersten beiden Runden vergingen für mich wie im Flug und schon zu dem frühen Zeitpunkt spürte ich, dass ich heute sehr gut drauf war, und ich einfach ruhig und sicher mein Stil laufen musste, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

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Alles lief wie geplant, als ich auf der fünften Runde die Marathondistanz erreichte. Nichts zu merken von ersten Anzeichen oder so. Es lief echt gut und, die ersten 50km konnte alle unter 45min auf 10km laufen. Jetzt ging es dann aber auf die zweite Streckenhälfte, wo auch das Wetter und eventuelles zu schnelles Angehen Probleme bereiten könnten. Und was passierte….. nichts. Auch die folgende, sechste Runde, lief ich mit 44:33 voll im Soll. Nur noch 4 mal durchlaufen, also nicht mal mehr ein Marathon. Immer noch gab es keine Hinweise auf eine Schwäche. Sollte diesmal wirklich alles gut gehen und womöglich die 7:30h drin sein?

Die drittletzte Runde beendete ich dann zwar über 45min, aber ich machte mir keine Gedanken. Denn ich wusste, dass ich auf die letzten Runde, wenn nötig, noch mal schneller laufen konnte. Dennoch wollte ich 30km vor dem Ziel kein Risiko eingehen und die nächste Runde etwas langsamer machen. Zum ersten Mal spürte ich zwar auch ein kleines Zwicken im rechten hinteren Oberschenkel, aber jetzt waren es ja nur noch 25km. Komm Junge, sagte ich mir, als ich in einer 47er Zeit durchlief, jetzt noch zehn Kilometer locker durchlaufen und dann haust Du auf den der letzten Runde alles raus was noch drin ist.

Doch aus irgendeinen Grund fiel es mir auf der vorletzten Runde schwerer den Schnitt zu halten und vor allem im Kopf fokussiert zu bleiben. Bis dahin war ich mental absolut da und konnte so kleine Schwächephasen überbrücken. War es vielleicht, weil ich wusste das mir der der bayrische Meistertitel eigentlich nicht mehr zu nehmen war? Nein, komm, weiter klar und zielgerichtet bleiben. Dass ich diese neunte Runde dann in fast glatt 50min absolvierte, machte mich nochmal richtig wach.

Jetzt raus auf die letzten 10km und den fünften Platz in der Gesamtwertung halten. Ja, zu diesem Zeitpunkt wusste ich diese Platzierung, was natürlich zusätzlich Kräfte freisetzte. Und da ich so „getrödelt“ hatte, war auch die 7:30h Grenze weg. Aber zumindest endlich mal wieder unter 7:40h….das wäre doch was!         Also immer wieder Tempo hochhalten, nach Kurven oder den Anstiegen forcieren, um das selbst gesteckte minimale Zeitziel doch noch zu erreichen. Gefühlt flog ich über diese letzte Runde und gab bis zum Schluss alles. Nach 7:38:45h überquerte ich mit einem „ja man“ die Zielmatte, und konnte damit bei deutschen Meisterschaften über 100km, mit Platz 5 Gesamt meine bisher beste Platzierung perfekt machen. Geht doch!

Wie schon erwähnt holte ich mir damit, nach einem Jahr Pause, den Titel des bayrischen Meister’s zurück. Doch damit nicht genug. Auch darf ich mich Deutscher Meister in der AK M40 nennen und mit dem SV Schwindegg den Mannschaftssieg bei der bayrischen Meisterschaft feiern. Drei Goldmedaillen also. Perfekter hätte es nur laufen können, wenn jetzt noch die 7:30h gefallen wäre. Aber ob dies aufgrund der Wetterverhältnisse und des nicht wirklich flachen Kurses überhaupt möglich gewesen wäre, ist reine Spekulation.

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Ich bin absolut glücklich und hochzufrieden. Ein solches Ergebnis bei einer DM und dann noch in meiner Heimat……besser geht’s fast nicht! Nun kann ich mir endlich die wohlverdiente (Ultra)Laufpause gönnen.

 

 

10 Jahre Metropol Marathon in Fürth …..wenn der Körper streikt (12.06.2016)

Nur gut eine Woche, genauer gesagt 8 Tage, nach meinem ersten Nacht Marathon, durfte ich schon wieder ran. Das zehnjähige Jubiläum beim Marathon in Fürth stand an. Das der Lauf vermutlich hart werden würde war mir vorher schon bewußt. Ist doch ein gute Woche nach einem Marathon und 3 Wochen nach dem Rennsteiglauf ein kurzer Zeitraum für zwei lange Läufe. Auch für einen Ultraläufer der hohe Wochenumfänge gewohnt ist. Da ich einen Freistart hatte und es ein Geburtstagslauf war wollt ich also auch an den Start gehen.

Das Wetter war optimal. Temperaturen um die 15°C, trocken und kaum Wind. Die angesagten und befürcheteten Gewitterschauer kamen glücklicherwiese erst nach dem Lauf.

...by Erwin Fladerer
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Geplant hatte ich, wie vor einer Woche, mit einem 4:00er Schnitt zu beginnen und dann schauen wie es mir nach 30km ging. Meine Hoffnung war insgeheim, daß sich der Körper vom etwas hügeligeren zweiten Streckenteil des Iller Marathon vielleicht über normal erholt hatte, und ich somit länger mein Tempo halte konnte. Möglicherweise sogar bis zum Schluß. Das würde dann ein Zeit unter 2:50 bedeuten. Realistisch gesehen wollte ich zwischen 2:50 und 2:55 ins Ziel kommen. Das müsste theoretisch machbar sein, Schließlich war ich vor einer Woche in 2:54h eingelaufen und das mit Höhenmetern.

Eigentlich war ich von Beginn an immer unter den Top6 mit Sichtkontakt zu den Podiumsplätzen. Lange konnte ich mit einem anderen Läufer zusammen laufen. Was sehr angenehm war. Zu zweit läuft es sich halt immer besser. Irgendwann legte ich eine kurze WC Pause ein und lief von da an allein. Kurzzeitig schneller zu werden, um wieder aufzuschließen hielt ich für wenig klug. Statt dessen lief ich mein Tempo wie geplant weiter. Stück für Stück kam ich auch an vor mir laufende Läufer heran. Es muss dann so bei km25/26 gewesen sein, als ich beide überholt habe.

Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich noch gut, acu wenn ich meinen Schnitt nciht mehr konsequent halten konnte. Den Drittplatzierten sah ich so 350m vor mir. Da noch viele Kilomter zu laufen waren, versuchte ich ruhig zu bleiben. Ich wollte diese Runde; nach einer großen 21km Runde wurden zwei 10er Runden gelaufen; ruhig zu Ende laufen und dann schauen was noch ging.

Doch leider ging dann nicht mehr viel. Denn irgendwo bei km 33/34 oder 35 (ich weiß es echt nicht mehr genau oder will es nicht merh wissen) verspürte ich einen stechenden Schmerz in meiner linken Seite. Es fühlte sich an als wenn er von der linken Lendenwirbelseiet/Hüfte ausging. Jeder Auftritt schmerzte und dazu kam dass der linke Oberschenkelmuskel immer wieder zu machte. Als erste Maßnahme reduzierte ich das Tempo um so vielleicht „Entlastung“ zu schaffen. Um es aber kurz zu machen. Es wurde nicht mehr besser.Ich quälte mich Meter für Meter dem Ziel entgegen und musste dann auch noch einen Läufer passieren lassen. Somit war ich wie vor einer Woche auf Platz 5. Naja ist doch auch etwas.

Ich war jedenfalls froh als ich endlich dem Ziel entgegenlief und nach 2:57:01h die Qualen endlich ein Ende hatten. Richtig aufreten konnte ich mit den linken Bein kaum. Erst helfende Hände bei der Massage konnten mich etwas besser laufen lassen.

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Fazit: auch der Körper eines Ultraläufer hat Grenzen. Drei Wettkämpfe innerhalb von 4 Wochen sind dann halt doch zuviel des Guten. Aber zumindest waren die beiden Marathons ein super Tempotraining über mehr als 40km.

 

Harter zäher Kampf beim ersten Nachtmarathon ( 04.06.2016)

Nach dem Rennsteiglauf war eigentlich bis zum Fürth Marathon aktive Regeneration angesagt. Kurzfristig entschied ich mich aber beim 2.Iller Nacht Marathon mitzumachen. Eigentlich keine gute Idee, aber ich wollt in doppelter Hinsicht einfach mal was Neues probieren. Einmal aufgrund der kurzen, vielleicht zu kurzen, Erholungszeit. Und zum Zweiten, weil ich noch nie einem Wettkampf abends bzw. in der Nacht bestritten hatte.

So brach ich also am Nachmittag nach Immenstadt auf, wo sich der Start befand. Das Wetter sollte es gut mit uns Läufern meinen. Denn während des Laufes sollte es kaum bis gar nicht regnen. Die Temperaturen waren mit Werten um die 14°C optimal. Vielleicht hatte es eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit durch den Regen und die warme Luft der letzten Tage. Aber ich persönlich spürte das gar nicht so. Viel schlimmer waren da die Pfützen und teilweise sehr schlammigen Wege auf der Strecke. Ging es doch über Natur/Waldwege mit wenig Asphalt.

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Vorgenommen hatte ich mir die erste Streckenhälfte bis ca. km24 im 4:00er Schnitt zu laufen. Danach begann es auf dem zweiten Teil hügeliger zu werden. Laut Streckenbeschreibung ging es dann bis km40 immer wieder auf und ab. Und um da noch genügend Kräfte zu haben, wollte ich am Anfang nix riskieren. Insgeheim wollte ich unter die Top3 kommen, mit der geringen Option auf den Gesamtsieg. Aber da müsste schon alles passen. Ein Minimalziel gab es natürlich auch. Im Fall der Fälle sollte es schon mindestens Platz 5 sein.

Von Anfang an kam ich gut rein und hielt auch mein geplantes Tempo konsequent. Ich lag hinter einer größeren Gruppe auf 11. Vor dieser Gruppe waren noch zwei weiter Läufer, die so bei km 4-5 wieder eingefangen wurden. Nach und nach fielen Läufer aus der Gruppe, so, dass ich bei Kilometer 10 schon auf Platz 8 war. Mittlerweile hatte sich der spätere Sieger auf und davon gemacht. Meine Zwischenzeiten blieben konstant und so lief ich „entspannt“ ca. 30m hinter der Gruppe in meinem Tempo auf Sicht. Da ich wusste das ich bestimmt noch ein paar Läufer überholen würde, blieb ich total ruhig. Irgendwo nach vor der Halbmarathonmarke hatte ich aufgeschlossen. Mein Tempo hatte ich aber nicht verändert, also musste es an der Laufweise der einzelnen Läufer in der Gruppe gelegen haben. Jedenfalls behielt ich meinen Rhythmus bei und bereitete mich mental schon auf die schwierigen Kilometer auf dem zweiten Teil vor.

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Als es in den ersten Anstieg ging, zerfiel dann aber leider auch schon der Rest der schon kleiner gewordenen Gruppe. Meine Hoffnungen das wir noch etwas länger zusammenlaufen würden, waren damit hinfällig. Ich versuchte mein Tempo beizubehalten und fand mich plötzlich auf Platz 3 wieder. Ein Läufer schloss dann noch auf, so dass ich nicht ganz allein musste. Zumindest schien das Minimalziel schon mal erreicht?! Die Option noch auf den Zweiten aufzulaufen, war genauso gegeben wie Platz 3 zu verlieren. Denn bei mir begann es nicht mehr ganz rund zu laufen. Der vor mir laufende Zweitplatzierte Wolfgang Sieder, vergrößerte den Abstand und die Anstiege fielen mir zunehmend schwerer. Das war wirklich blöd, weil der Zweite der direkte Konkurrent für den Altersklassensieg war. Doch es kam noch schlimmer, denn ich musste leider auch den Mitläufer ziehen lassen. Ich versuchte einfach ruhig zu bleiben und am Ende nochmal zu Kräften zu kommen.

Doch mit den weniger werdenden Kilometer und der immer mehr einsetzenden Dunkelheit wurde es immer schwerer für mich. Mir fehlten einfach die nötigen Kräfte um das Tempo zu halten. Trotzdem biss ich mich durch und wollte schlichtweg gut durchkommen. Der oben schon erwähnte schlammige Untergrund war da nicht gerade förderlich. Ich musste mich schon voll konzentrieren um nicht irgendwo zu rutschen oder gar zu stürzen. Platz 4 ist doch auch respektabel sagte ich mir, als ca. 4km vor dem Ziel mich ein weiterer Läufer überholte. Das ging ja nun gar nicht.

Mit aller Macht wollte ich an ihm dranbleiben, um mir den vierten Platz möglicherweise auf der Zielgerade wieder zurückzuholen. Witziger weise fragte er mich kurz, als ich wieder aufschloss, ob ich ein Staffelläufer sei. Ich antwortete nicht (konnte und wollte ich auch nicht) und versuchte alles um dran zu bleiben. Nur noch 1,5km ….komm nicht aufgeben.

Aber irgendwann ging es nicht mehr. Ich lief echt am Limit, ab einem bestimmten Tempo zuckte der hintere linke Oberschenkel. Der Kopf sagte zwar immer wieder: dranbleiben, Tempo halten. Doch die Beine und der Körper hörten nicht darauf. So quälte ich mich echt dem Ziel entgegen, was scheinbar immer weiter entfernt schien. Da die letzten 200m, von Fackeln beleuchtet, geschafft.

Völlig außer Atem und platt kam ich schließlich in 2:54:30h als Gesamtfünfter ins Ziel. Zumindest das Minimalziel erreicht. Am Ende muss ich damit zufrieden sein. Zwei Wochen Regenerationszeit ist, und bleibt, eben doch sehr wenig.

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6sec Vorsprung zum kleinen Glück – knappe Kiste beim Rennsteiglauf (21.05.16)

Mit über 18.000 angemeldeten Teilnehmern auf allen Strecken, wurde dieses Jahr beim legendären Rennsteiglauf ein neuer Rekord aufgestellt. Beim Supermarathon wurde erstmals die Marke von über 2400 Anmeldungen geknackt. Und wie immer kamen die Läuferinnen und Läufer aus allen Teilen Europas. Wieder einmal bestätigte sich, dass es der beliebteste Landschaftslauf ist.

Die äußeren Bedingungen waren mit Temperaturen um die 15°C und kaum Wind nahezu perfekt. Nur die insgesamt 1867 zu überwindenden Höhemeter sollten es nicht sein. Aber diese müssen ja alle Läufer bezwingen. Zumindest auf dem 72,7km „langen Kanten“.

Mein Wunschziel hieß zwischen 5:45 und 5:50 zu laufen, was gleichzeitig eine neue Bestzeit bedeutet hätte. Aber eigentlich gab es 2 persönliche Vorgaben. Denn ich wollte gerne in die Top10 kommen, was ich bis dato noch nie geschafft hatte. Dieser Wunsch war so stark, dass ich dafür sogar eine schlechtere Zeit in Kauf nehmen würde.

Für den Fall das es Probleme gab, oder es doch nicht so lief wie erwartet, war das Minimalziel unter 6h zu bleiben. Ich hatte mir auch ein Mantra ausgedacht: „offensiv verhalten“ wollte ich laufen. Klingt eigentlich ein wenig widersprüchlich, bedeutete aber nix anderes, als dass ich aufwärts das Tempo hochhalten wollte. Auf den Abwärts – und Flachpassagen dafür dann nicht zu viel Tempo machen bzw. nicht zu schnell werden. Denn die Zeit die man an den Anstiegen logsicherweise verliert, kann man nicht 1zu1 wieder aufholen.

Das bedeutete bei mir, gesehen auf die Gesamtstrecke, dass ich einen Schnitt von 4:44/45 laufen musste. Die flachen Stücke wollte ich im 4:30er Schnitt laufen. Damit sollte ich die „verlorene“ Zeit von den Anstiegen wieder „auffangen“ können. Sicher hätte ich auch einen 4:15er Schnitt oder noch schneller laufen können, aber das konnte ich zum Ende hin ja immer noch tun, wenn’s der Körper hergibt.

So gerüstet ging es dann auch pünktlich um 6.00Uhr für mich und alle anderen vom Marktplatz Eisenach los. Von Anfang an kam ich gut rein und fand auch immer wieder kleine Gruppen, und bewegte mich dabei zwischen Platz 8-12. Ging es abwärts war ich meistens hintendran. Und wenn es hoch ging konnte ich wieder aufschließen bzw. vorbeiziehen. Sollte sich das Berg- und Hügeltraining doch bezahlt gemacht haben? Vorm Anstieg zum Inselsberg nahm ich etwas Tempo raus, weil ich wusste wie heftig der Weg nach oben werden würde. Das steilste Stück konnte ich laufend und nicht gehend absolvieren. Noch unter 2h durchlief ich die erste Zeitkontrolle bei 25,2km.

Jetzt nur weiter ruhig und konzentriert bleiben sagte ich mir. Auch die „Kopfprobleme“ vom letzten Jahr, zwischen km 30 und 40 kamen nicht. Relativ locker ging es durch die Halbzeit und den direkt anschließenden Verpflegungspunkt „Ebertswiese“. Bis auf den Anstieg gleich danach, wusste ich, dass jetzt die Kilometer kamen, wo man es richtig rollen lassen konnte. Ein sehr gemeiner steiler Anstieg (ca. km 42/43) war da noch drin, aber auch da kam ich ganz gut durch. Zwar ging ich da ein Stück. Aber dies eher um etwas Kräfte zu sparen. Vom Gefühl her lag ich gut in der Zeit. Auf die Uhr schaute (und wollte ich auch nicht) ich nicht. Denn im Endeffekt bringt es ja nichts. Bist du gut in der Zeit, verleitet Dich das nur dein Ziel eventuell nach oben zu korrigieren, was natürlich fatale Folgen haben kann. Bist Du zu langsam, nützt es nix das Tempo anzuziehen, um dann eventuell zum Schluss hin platt zu sein.

Bei einem Anstieg irgendwo hinter km50 spürte ich dann aber zum ersten Mal ein leichtes Ziehen im rechten Oberschenkel, direkt über dem Knie. Natürlich machte ich mir erstmal keine Gedanken. Immer positiv denken und bleiben. Am „Grenzadler“ (km54,4) versorgte ich mich nochmal ausgiebig. Ich nahm viel Salz, trank ausreichend und hoffte damit mögliche anstehende Krämpfe zu verhindern bzw. sie weit hinauszuzögern. Mein Mantra behielt ich weiter bei. Doch leider wollte es an den Anstiegen überhaupt nicht mehr offensiv gehen. Dazu kam noch mein persönlicher ungeliebter Streckenabschnitt bei km59/60, wo es über gefühlte 2km langsam, aber stetig bergauf ging. Bis am Ende zum höchsten Punkt der Strecke, dem Beerberg ( 980m).

Um nicht hinten raus in Probleme zu geraten, blieb mir nichts Anderes übrig, als es nun aufwärts langsamer anzugehen. Ich suchte ich mir das Tempo, bei dem ich merkte jetzt beginnt der Muskel zuzumachen, und blieb knapp unterhalb dessen. Die „flachen“ Passagen konnte ich nachwievor im 4:30/35 Schnitt laufen. Bis zum Verpflegungspunkt „Schmücke“ (km 64) versuchte ich einen guten gleichmäßigen Rhythmus zu finden, um dann auf die letzten neun Kilometern nochmal alles zu probieren. Trotzdem tat jetzt jeder Anstieg weh, obwohl ich weiterhin, wie fast den ganzen Lauf über, ein Lächeln im Gesicht hatte. Warum auch nicht!? Denn es zwar anstrengend, aber es ist auch anstrengend, wenn man nicht lächelt.

Meine Wunschziele hatte ich da schon lange soweit korrigiert, dass ich nun um die 5:55h einlaufen wollte. Oben auf der Schmücke angekommen, „tankte“ ich noch mal voll. Auf ging’s zu den letzten Kilometern. Tatsächlich konnte ich nochmal richtig Fahrt aufnehmen und hatte teilweise sogar einen Schnitt von 4:15 drauf. Aber gut, bis auf eine letzte Steigung, ging es ja auch nur noch abwärts. Diese versuchte ich nochmal voll am Limit, sprich bis zum beginnenden Krampf, zu laufen. Geschafft! Da dieses Jahr beide Schilder für die Kilometer 70 und 71 fehlten, schaute ich bei gefühlten 71,5km zur Sicherheit doch mal lieber kurz auf die Uhr.

im Ziel angekommen
im Ziel angekommen

Oh…eine 5:52h… das könnte wirklich eng werden. Also komm nochmal Gas geben, Tempo hochhalten und alles geben. In Ansätzen wollte nun zwar auch im Flachen der Muskel zumachen. Nix da weiter schnell und im Kopf locker bleiben. Da der „rote Lappen“, das Zeichen für die letzten 1000m. So jetzt die letzten Kräfte mobilisieren und auf ins Ziel. Mit höchster, mir noch zur Verfügung stehenden Schnelligkeit, bog ich auf die lange Zielgerade und kämpfte bis zum Schluss. In 5:59:44h lief ich, völlig außer Atem, über die Zeitmatte ins Finish.

Das nennt man dann wohl eine Punktlandung.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Hätte ich nur ein, zwei Prozent nachgelassen, hätte ich mich sehr wahrscheinlich zu Tode geärgert. Denn zu meiner großen Überraschung wurde ich als 16. Gesamt, in meiner Altersklasse Erster. Und der Zweitplatzierte war nur 6sec. direkt hinter mir eingelaufen. Wie knapp war das denn?

Da hat sich das Kämpfen unter Krämpfen wirklich gelohnt.

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„Wings for life Run“ – Lauf für guten Zweck unter verschärften Bedingungen (8.05.16)

Beim diesjährigen weltweiten Spendenlauf wurde für die Rückenmarksforschung gelaufen. Das Wetter sollte heiß werden. Am Ende wurden es an die 25°C mit einem echt lebhaften Wind, der auf gewissen Streckenabschnitten richtig eklig war.

In den Tagen vor dem Lauf hatte ich mich mit leichtem Durchfall und Kopfschmerz zu kämpfen. Erst ab Freitag Abend wurde es etwas besser. Keine guten Voraussetzungen für einen langen Lauf bis zu 60km. Denn das hatte ich mir vorgenommen. Naja Minimum sollten 50-55km sein und dann halt schauen was noch geht. Oder besser gesagt wo das Catcher Car bleibt. Denn der World Run ist der einzige Lauf wo einem die „Ziellinie“ in Form des Catcher Cars überholt.

Vor dem Start hatte ich die Gelegenheit mit einigen Freunden/Bekannten wie z.B. Ultralaufkollege Carsten Stegner oder Postlerkollege Fredl zu fachsimpeln. Natürlich begrüßte ich auch kurz die Hahner-Twins und ihrem Trainer Thomas Dold. Kurz bevor es losging kam ich dann noch mit einer Läuferin aus Österreich (Karin Freitag) ins Gespräch. Sie hatte mitbekommen, dass ich mindestens 50km laufen wollte, was ebenfalls ihr Ziel war. Also vereinbarten wir solange wie möglich zusammen zu laufen.

Dann ging es los und die ersten Kilometer war es echt schwer einen Rhythmus zu finden. So viele Läufer die unterschiedlich schnell unterwegs waren. Der eine wollte schnelle 10km laufen, der Andere vielleicht bis Halbmarathon und so weiter. Aber Schritt für Schritt fanden wie unsren Schnitt von 4:05min. Bis Kilometer 24 lief alles super und wir hatten sogar das Glück teilweise in einer Gruppe laufen zu können.

Doch an km24 hatte ich das Gefühl von Beton in den Oberschenkeln und es viel mir schwer überhaupt noch im Rhythmus zu bleiben. Karin und Andere musste ich erstmal ziehen lassen. Ich ging es etwas langsamer an und hoffte das ich irgendwann wieder besser reinkam. Zu meiner Freude sah ich dann Danilo Friedrich per Fahrrad neben mir. Er wusste von dem Lauf und wollte mich moralisch, und als Wasserträger, etwas unterstützen. Mir ging es zwar noch nicht viel besser, aber zumindest tat es gut, jemanden zu haben der einen unterstützt.

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                                                               Leider muss ich sagen, dass ich einfach nicht mehr in einen Laufrhythmus kam. Stattdessen gingen die Zeiten auf unter 5:00er Schnitt zurück. Die Hitze und der sehr lebhafte Wind machten es natürlich nicht besser. Zumindest bis zur Marathonmarke wollte ich eigentlich schon kommen. Vielleicht war das ja auch ein Grund warum es nicht lief: einfach zu viel Kopf und Gedanken.

Als dann die Marathonmarke in Sicht war und auch vom Catcher Car noch nicht zu sehen oder hören war, fühlte ich mich etwas erleichtert. Carsten hörte beim Marathon auf, weil er wie ich den Rennsteiglauf in 2 Wochen macht und dafür fit sein möchte. Ich war etwas verwundert, weil 2 Wochen Regeneration ist ja mehr als genug, da kann man doch noch etwas länger laufen. Aber es war seine persönliche Entscheidung. Bei km43 kam noch ein Getränkestation an der ich länger stehen blieb, um nochmal kräftig „aufzutanken“. Jetzt zählte für mich die 45km Marke. Doch erst mussten mich 4-5 Läufer überholen, bevor ich plötzlich wieder in Tritt kam. Dazu hörte man schon das Catcher Car, obwohl es noch etwas weg war. Mit einmal lief es wieder, Zeiten von 4:15 und drunter kein Problem!?

Nach und nach holte ich die vor mir laufenden Läufer wieder ein und hielt das Tempo weiter hoch zu halten. Jetzt versuchte ich mich von Kilometer zu Kilometer zu kämpfen. Als ich bei km 47 war überholten mich zuerst die beiden vorrausfahrenden Polizei Motorräder. Lange würde es nun nicht mehr dauern. Aber es kamen auch noch zwei Radlfahrer bevor das Catcher Car vorbeifuhr. Ich ließ aber nicht locker und sah auch schon dass Schild mit der Aufschrift Km48. Das wollte ich jetzt auch noch knacken….und tatsächlich schaffte ich es. Danach rollte ich locker aus und jubelte als das Auto mich dann überholt hatte. Ein echt komisches, wie gleichzeitig super Gefühl, von der „Ziellinie“ überholt zu werden.

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40 Jahre Leipzig Marathon – entspanntes Jubiläum in der Heimat (22.04.16)

Nachdem ich in der vergangenen Woche den Dreiburgenlandmarathon gewonnen hatte, heiß es diesmal ganz entspannt laufen und geniessen. Denn normal sollte man nicht innerhalb von 7 Tagen zwei Marathons absolvieren. Aber andererseits, was ist bei einem Ultraläufer schon normal.

Jedenfalls hatte ich mir vorgenommen den Geburtstagsmarathon in meiner Heimat ohne jegliche Ambitionen anzugehen. Einfach meine Stadt wieder neu entdecken und alte Bekannte an und auf der Strecke wiedersehen. Das Wetter war mit kühlen 7°/8° Grad und einem frischen Südost-Wind nicht grad angenehm, aber ich wollte ja eh nicht „voll laufen“. Also egal.

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Naja ich wollte zwar nicht voll laufen, aber eine kleine persönliche Vorgabe hatte ich mit schon gesetzt. Geplant war einen konstanten 4:00er Schnitt zu laufen und dann eventuell zu schauen, was gegen Ende des Rennens möglich war. Doch wie immer kam alles anders als gedacht.

Die ersten Kilometer kam ich ganz gut rein und fand auch gleich eine Gruppe. Dort lief ich meistens vorneweg und machte das Tempo. Zu dieser Gruppe gehörte auch die erste Frau Laura Clart. Mit gerade einmal 21 Jahren lief sie ihren allerersten Marathon. Laut ihrem Trainer war zwar keine genaue Endzeit geplant, aber eine 2:52h wäre schon super. Natürlich verbunden mit dem Gesamtsieg. Vom Trainer kamen auch ab und Ansagen nicht unbedingt in unsrer Gruppe bleiben zu müssen, sondern ihr Tempo zu laufen. Denn eigentlich sollte sie so 4:05min laufen.

Spontan entschied ich mich dann meine eigenen Pläne zurückzustellen und als Tempomacher für Laura zu fungieren. So gab ich ihr immer wieder Windschatten und gab auch die Zeiten durch wenn wir mal schnell waren. Unsre Gruppe war mit Jörg Matthe und Sören Schramm auch sehr prominent besetzt. Der eine ist Landesmeister über 100km und Jörg ein sehr bekannter Läufer in und um Läufer und Sportladenbesitzer. So liefen wir sehr gleichmäßig und gemeinsam der Halbmarathonmarke entgegen.

So bei km17 wurden aus unserer Gruppe dann größer, so ca. 15 Läufer, weil eine andere Gruppe zu uns aufschloss und kurze Zeit später auch weiterzog. Fand ich schade, denn es war eine richtig gute Gemeinschaft, die länger hätte zusammen bleiben müssen. Ich prophezeite den anderen aus unsrer zurückbleibenden Gruppe, dass spätestens bei km30 die andere Gruppe auseinanderfallen würde und zu kämpfen hätte. Und was soll ich sagen…..genau so kam es auch. Aber zurück zu mir/uns.

Alles lief gut. In 1:25h beendeten wir die erste Runde und waren noch alle gut drauf. Laura’s Trainer mahnte immer wieder ruhig zu blieben und nicht schneller zu werden. Ich versuchte, direkt neben bzw. vor ihr laufend sie auch immer wieder zu bremsen. Denn mein Gefühl sagte mir das sie auf den letzten Kilometer Probleme bekommen könnte. Einfach den Schnitt halten und dann wird das eine gute Zeit sagte ich ihr. Mittlerweile waren wir bei km25/26 nur noch zu dritt und von einer homogenen Gruppe nichts mehr zu sehen. So früh hatte ich das nicht erwartet.

Als die letzten 10 Kilometer anbrachen spürte ich das Laura Probleme hatte das Tempo zu halten. Nicht nur ihr Trainer, auch ich, versuchte sie immer wieder zu unterstützen und zu motivieren. Auch wenn wir etwas an Tempo verloren, ihr Laufstil war immer noch super. Die Entfernung zum Ziel wurde kürzer, aber leider konnte Laura das Tempo nicht mehr mitgehen. Mir persönlich ging es natürlich gut. War ja auch ein besserer Trainingslauf ohne die wirklich große Verausgabung. Aber um mich ging es ja (schon lange) nicht mehr.

Ich wollte das Laura so gut wie möglich durchkam und die Zeit noch respektabel war. Der Windschatten und das Motivieren waren dabei die einzigen Hilfsmittel die ich noch geben konnte. Dennoch wurden wir um km38 nochmal etwas langsamer (4:15min) und ich hoffte nur das sie nicht zu sehr einbrechen würde. Laut Trainer war der Sieg da schon nicht mehr gefährdet. Aber da gab es ja noch die Zeit von 2:52h. Die letzten beiden 1000m konnte wir das Tempo noch mal etwas noch oben setzen, aber man sah Laura jetzt an das sie kämpfen musste.

Als wir auf die Zielgerade einbogen animierte ich die Zuschauer für die erste Frau zu klatschen. Und natürlich motivierte ich Laura das sie es gleich geschafft hatte. Natürlich ließ ich ihr dann die Ehre den Zieleinlauf und Gesamtsieg zu genießen und blieb ein paar Meter hintendran. In 2:53:47h lief Laura als jüngste Marathonsiegerin beim Leipzig Marathon ins Ziel ein und bedankte sich nach der Ziellinie bei mir für die Unterstützung. auch ihr Trainer gab mir die Hand und sagte Danke. Für mich ging ein wirklich schöner (bis auf das Wetter) Jubiläums Marathon in meiner Heimatstadt zu Ende, bei dem ich ein gutes Tempotraining absolvieren konnte. Alles in allem ein super Lauf.

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Jetzt gilt es nochmal 3 Wochen das Training zu intensivieren, um für das nächste große Ziel, dem SuperMarathon beim Rennsteiglauf, topfit zu sein.

 

 

 

15 Jahre Dreiburgenlandmarathon – Jubiläumslauf mit Schmerzen (16.04.2016)

 

Wenn man nur 2 Wochen nach einem 6h Lauf einen Marathon laufen will, kann man dies natürlich machen. Jedoch sollte man bedenken das eine Bestzeit dann wohl eher unwahrscheinlich ist. Dennoch hatte ich beim Dreiburgenlandmarathon in Thurmansbang den Streckenrekord zumindest im Hinterkopf.

Viel entscheidender war für mich aber die Frage ob die 14 Tage Regeneration ausreichend waren oder nicht? Immerhin hatte ich mich in Nürnberg ja nicht geschont, sondern bis zum Schluß alles gegeben. Mein Gefühl war eigentlich ein Gutes und so reiste ich entspannt und mit Vorfreude am Freitag an. Da mich mittlerweile einige Menschen dort kennen, gab es auch gleich nach meiner Ankunft am Hotel Schürger die ersten Gespräche bzw. Fachsimpelei. Dies setzte sich am Abend bei der obligatorischen Nudelparty fort, und führte sogar soweit dass ich einige Läufern noch Tipps für den Lauf gab.

Da der Start direkt am Hotel liegt, konnte ich in aller Ruhe ausschlafen und frühstücken. Mit über 350 gemeldeten Teilnehmern auf allen Strecken (5/12,5/ HM und M) gab es einen neuen Rekord zu verzeichnen. Darunter waren auch viele internationalen Gäste aus Russland, Schweden oder Österreich, die diese kleine feine Laufveranstaltung im südlichen bayrischen Wald für sich entdeckten.

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Pünktlich um 10.00 war der Start für den Marathon. Die äußeren Bedingungen waren nahezu ideal. Bei Temperaturen um die 10°C und leicht bewölkten Himmel ging es auf die Strecke. Den einzigen wirklichen Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg war Stefan Heigl. Er war schon bei meinem ersten Sieg hier auf Platz 2 eingelaufen und hatte bestimmt wie ich große Ziele. Gleich zu Beginn hat es die Strecke in sich, denn es geht auf dem ersten Kilometer gleich mal 100HM hoch. Insgesamt sind auf den zweimal zu durchlaufenden Rundkurs 850HM zu bewältigen. Also schon nicht ganz ohne.

Von Anfang an war es dann auch das erwartete Bild. Stefan und ich liefen vorneweg. Die ersten Kilometer hatten wir zwar noch einen dritten Läufer als Begleitung, aber relativ schnell fiel dieser hinten ab und wurde am Ende Gesamtfünfter. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen mein Tempo zu laufen. Unabhängig wer an der Spitze läuft. Denn die Erfahrung aus 2014 hatte mir gezeigt das ich auf der zweiten Runde der stärkere Läufer sein müsste. Da ich nun aber mit Stefan zusammen lief, änderte ich diese Vorgabe und jetzt wollte ich gleich mit ihm mitlaufen.

Ob das im Nachhinein die richtige oder falsche Entscheidung war, ist rein spekulativ. Jedenfalls waren am Anfang wir mit einem 3:58/4:00 Schnitt unterwegs. Eigentlich zu schnell sagte ich mir. Aber da ich mich ganz gut fühlte korrigierte ich erstmal nichts. Deutlich wurde aber das ich an Anstiegen besser war, während Stefan abwärts ein paar Meter Vorsprung hatte. Zusammen beendeten wir den Halbmarathon in 1:23h. Auf ging’s in die zweite Runde. Und wie schon zu Beginn, gleich wieder den ersten langen Anstieg hoch.

Mittlerweile merkte ich nämlich, dass ich heute doch nicht so gut drauf war und dass es vielleicht eine enge Kiste werden könnte. Taktisch hieß das für mich jetzt gut zu überlegen. Immer noch ein paar Körner für einen eventuellen „Schlußspurt“ aufheben. Glücklicherweise spürte (und hörte) ich wie auch Stefan schon am Anfang der zweiten Runde zu kämpfen hatte. Kurz vor der ersten Verpflegungsstation bei km5 (bzw. 26) ging es nochmal kurz aufwärts. Mitten im Anstieg sah ich plötzlich das Stefan nicht mehr mitkam. Ich wunderte mich kurz, behielt mein Tempo bei und war von da an allein. Also es gibt Schlimmeres als das, aber ich hatte gehofft noch länger mit ihm laufen zu können. Zu zweit läuft es sich gefühlt einfach ein Tick einfacher. Aber undankbar war ich auch nicht.

Denn auch bei mir meldeten sich die ersten Krämpfe. So früh, und ein Sch…. ging durch meinen Kopf. Doch das nutze ja nix. Ich nahm gleich ein wenig Salz zu mir und suchte das Schwellentempo. Also den Bereich, wo man grad noch laufen kann, bevor der Krampf wieder anfängt. So gesehen war es ganz gut das auch Stefan Probleme hatte. Nach dem Lauf sagte er mir, dass er sich Dehnen musste, weil bei ihm der Muskel am Anstieg Probleme gemacht hatte. Ich konnte meinen Schnitt natürlich auch nicht mehr halten und hatte mich schon lange vom Streckenrekord verabschiedet. Jetzt ging es nur noch um den Sieg. Nach ca. 31km kam ich zwar wieder etwas besser in Tritt, aber ich merkte das mein Tempo einfach nur schlecht war.

Im Kopf, dass Stefan doch noch einmal auflaufen könnte, versuchte ich auch immer ein paar Kräfte zu sparen. Am Dreiburgensee sah ich dann aus den Augenwinkeln Stefans rotes Laufshirt. Ich würde schätzen so 300m. Das war der der Ansporn für mich nochmal „Gas“ zu geben und nicht noch langsamer zu werden. Vom See aus sind es immerhin noch über 5km. Also Füße in die Hände und die letzten Reserven mobilisieren. Auf dem langen Stück zwischen der Bründl Kapelle und dem Friedhof Thurmansbang kam ich nochmal in Schwung und nahm die letzte Steigung mit den restlich verbliebenen Kräften. Am Ende des Anstiegs ging es links weg und nur noch flach bzw. abwärts dem Ziel entgegen. Ich blickte mich also einmal kurz um ob ich Stefan sah ….und nichts.

Jetzt war ich mir auch sicher, dass ich gewinnen würde und ich verspürte eine große Erleichterung. Mit einem kurzen Blick auf die Uhr sah ich das auch die Zeit nicht optimal war (um es höflich zu formulieren). Aber egal. Ziemlich fertig du k.o. lief ich in 2:53:58h als Gesamtsieger über die Ziellinie. Stefan kam rund 2min hinter mir ein. Hatte sich das Aufbäumen auf den letzten 5km doch noch ausgezahlt.

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Schlussendlich muss man konstatieren, dass für diesen Marathon mit Höhenmetern die Regeneration doch zu wenig war. Doch primäres Ziel war ja der Gesamtsieg und das hab ich geschafft. Der Streckenrekord kann ja dann nächstes Jahr fallen, wenn keine DM 6h vorher ist

 

 

Ziel erreicht, Traum leider nicht ganz erfüllt   –  DM 6h Lauf in Nürnberg (02.04.2016)

Nach monatelanger Vorbereitung stand am Wochenende endlich die deutsche Meisterschaft der DUV über 6h an. Alle Vorzeichen standen gut und ich reiste mit den Vereinskameraden voller Zuversicht nach Nürnberg. Die äußeren Bedingungen waren eigentlich nahezu optimal. Die Temperaturen lagen während des Laufes bei leicht bewölkten Himmel zwischen 10° und 17° Grad. Nur der lästige Ostwind auf dem ersten Teil der „nur“ 1,552km langen, oder sollte ich besser kurzen, Runde störte etwas.

Pünktlich um 10.00 fiel der Startschuss und über 240 Teilnehmer setzten sich in Bewegung. Nachdem ich mich bei den letzten 6h Meisterschaften, im letzten Jahr in Otterdorf, dazu verleiten ließ die ersten Runden zu schnell anzugehen, wollte ich es diesmal besser machen. Also schaute ich nur auf mich und versuchte mein geplantes Tempo von 4:25/30min pro km konsequent durchzuziehen. Dass die Favoriten ihr eigenes Tempo vorlegten interessierte mich nicht. Mein persönlich erklärtes Ziel waren die 80+x und das wollte ich mich irgendwelchen Tempospielchen nicht torpedieren. Das bei einer so kurzen Runden Überrundungen ständig passierten ist nur logisch. Dieses Schicksal würde natürlich auch mich irgendwann treffen. Ich hatte zwar erst so um Runde 20 damit gerechnet, aber leider geschah es dann doch schon etwas früher. Zuerst flog der spätere Zweitplatzierte Matthias Dippacher an mir vorbei und kurz danach auch der Titelverteidiger Adam Zahoran.

Doch das störte mich nicht im Geringsten. Ich zog weiter meinen Plan durch und der hieß Runde für Runde konstante Zeiten laufen. Nur das ich bis zur Mitte des Rennens irgendwie nicht so richtig in den Lauf fand wie ich wollte, bereitete mir Sorgen. Und je mehr es an die 3 Stunden Grenze ging, kamen seltsamerweise Gedanken ans aussteigen in mir hoch. Warum eigentlich, lief doch alles nach Plan. Vielleicht lag es daran, dass in der vorangegangen Woche einige Dinge geschehen waren, die mir keine Ruhe ließen. Schon die letzten Tage vor dem Wettkampf kreisten sie ständig in meinem Kopf. Mit anderen Worten: Ich war nicht ganz frei im Kopf. Eigentlich nicht gut für einen so langen Wettkampf wo gerade auch die mentale Stärke zählt.

Das ich dann doch irgendwann noch frei wurde, lag auch an den richtigen Worten und der Motivation von einigen Mitläufern. Danke hier auch nochmal an das Team Icehouse. Die Ultralaufgemeinde ist halt wie eine große Familie, man hilft sich gegenseitig.

Nach und nach kam konnte ich mich fokussieren und hatte wieder mein Ziel vor Augen. Alles lief optimal, mein Tempo war weiterhin hoch und die Hälfte war ja auch schon geschafft. Nun galt es für die letzten beiden Stunden das weitere Vorgehen zu bestimmen. Bis zur fünften Stunde wollte ich einfach so weiterlaufen, um dann, wenn möglich in der letzten Stunde noch ein Tick schneller zu werden. Sollte dies nicht gelingen, wollte ich zumindest die letzten 30min nochmal alles aus mir rausholen.

Gegen Ende der fünften Stunde aber ein kleiner Rückschlag. Mit 15sec über der Zeit lief ich meine langsamste Runde. Doch das war nur der Ansporn den ich nochmal gebraucht hatte. Sofort versuchte ich das Tempo wieder anzuziehen um auf meinen Schnitt zu kommen. Dies gelang auch und ein Blick auf meine Uhr sagte mir dass es sich am Ende ausgehen müsste mit dem geplanten Ziel. Doch da gab es ja noch den Traum vielleicht sogar die 81km Marke zu knacken.

Also gab ich in den letzten beiden Runden alles, steigerte das Tempo und konnte die letzte komplette Runde sogar mit einer 6:40er Zeit abschließen. Wie jeder Teilnehmer bekam ich ein Stöckchen mit meiner Startnummer, was ich nach Ablauf der 6h und dem ertönen des Signal ablegen musste. Die sogenannten Restmeter hielt ich weiter voll drauf um die Marke eventuell doch zu knacken. Das es am Ende offiziell doch „nur“ 80,836km wurden….shit happens. Ich hatte mein Ziel erreicht und eine neue Bestmarke aufgestellt. Meine Pulsuhr zeigte zwar knapp 82km an, aber bei Wettkämpfen gilt nun mal die offizielle Vermessung und nicht das GPS.

Aber das weiß man ja vorher. Das ich mit dieser konstanten Laufweise noch unter die Top 6 bei den Männern kam, war für mich selbst überraschend. Die meiste Zeit lag ich auf den bereitgestellten Monitoren auf Platz 10. Gut irgendwann hab ich dann auch nicht mehr drauf geschaut, aber ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet. Da die ersten 6 Männer im Gesamteinlauf geehrt werden, durfte ich bei der Siegerehrung ein weiteres Mal nach vorne. Dazu kam der zweite Platz in meiner Altersklasse. Mehr war da einfach nicht drin. Dafür war Carsten Stegner an diesem Tag zu gut drauf. Das muss man dann aber anerkennen.

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Völlig überraschend konnten wir als Team den 2.Platz in der Mannschaftswertung Herren belegen. Keiner hatte damit wirklich gerechnet. Denn zu stark und mit vielen Läufern am Start sind eigentlich u.a. Teams wie die LG Nord Berlin Ultrateam, die sich am Ende Platz 1 und 3 sicherten, oder LG DUV. Und wir hatten weiteren Grund zu Freude. In der Wertung Mannschaft Herren 50+ konnten sich, mit gerade einmal 300m Vorsprung zwar knapp, unsere Jungs den Titel Deutscher Meister sichern. Und mit dem Sieg in seiner Altersklasse M60 darf sich Rainer Leyendecker ebenfalls deutscher Meister nennen.

Das ganze angetretene Team des SV Schwindegg bot hervorragende Leistungen und überzeugte durch absoluten Kämpferwillen und Teamgeist. Toll teil dieser Mannschaft sein dürfen.

 

Berlin ist doch immer eine Reise wert!  –  DM 50km in Berlin am 5.03.2016

Endlich war es soweit. Am ersten März Wochenende stand der erste Ultra auf dem Programm. Noch dazu gleich eine deutsche Meisterschaft, und zwar die über 50km. Meine Vorbereitung war top verlaufen und ich reiste voller Zuversicht nach Berlin.
Leider brachte eine kurzfristige Standortänderung der Veranstaltung vom Olympiaparkgelände nach Treptow-Köpenick etwas Unruhe in das Läuferfeld.  Für die Organisatoren war es natürlich eine Katastrophe zwei Wochen vorher nochmals alles umstellen zu müssen. Danke an dieser Stelle an den DFB der zwei Fußballspiele kurzfristig an diesem WE ansetzte, eines davon ein Risikospiel mit erhöhten Polizeieinsatz. Fussball ist scheinbar doch wichtiger alles andere in der Welt? Egal, denn mich freute dies sogar. Jetzt war es zumindest ein schöne schnelle 5km Runde durch den Plänterwald.

Mein Ziel war mindestens den Gewinn der Altersklasse und den damit verbundenen Meistertitel. Natürlich war auch eine neue Bestzeit mein Ansinnen. Die Alte war immerhin schon 3 Jahre alt und entsprach eigentlich nicht mehr meinem derzeitigen Leistungsniveau. Was aber nicht bedeutet, dass die alte Bestmarke von alleine fällt. Trotzdem war ich mir relativ sicher schneller zu sein als  3:27h.
Und da man mit Druck nur verkrampft, nahm ich mir vor ohne größeren Druck, dafür mit viel Selbstbewußtsein und Gelassenheit zu laufen. Meine Tempovorgabe sah einen 4:00er Schnitt vor, den ich auch von Anfang an gut halten konnte.

Die ersten Runden brauchte ich etwas, um in die Gänge zu kommen. Nachdem ich anfangs der dritten Runde meine einzig wirklich ernsthaften Konkurrenten um den AK Sieg Dirk Kiwus überholt hatte, kam ich immer besser in den Lauf. Ich konnte mein vorgegebenes Tempo immer locker halten und lief Runde für Runden sehr konstant. Dies war auch möglich durch eine super Betreuung durch Rainer Leyendeckers Frau Marlyn, die nicht nur mich sondern alle SV Schwindegg Läufer, bestens versorgte.

Bis km 40 lief alles glatt und ich kam super durch. Ich konnte sogar auf eine 3:19er Zeit spekulieren. Meine Beine zeigten auch (noch) keine Ermüdungserscheinungen, ich musste, das erste Mal überhaupt, in einem Ultrawettkampf nicht kurz austreten. Beim Beenden der 8.Runde zeigte die Uhr 2:39:58. Das bedeutete 2sec Zeitpolster für die 3:19h. Und nur noch zwei Runden zu laufen.

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Das sah richtig gut aus. Auf der letzten Runde hatte ich mir vorgenommen nochmal zu beschleunigen wenn es möglich war. Doch vorher musste ja noch die 9.Runde absolviert werden. Es fühlte sich alles immer noch gut an……bis bei km42 ca. der linke Oberschenkel etwas zuckte. Trotzdem wollte ich das Tempo nicht verringern, war doch die Chance auf eine Wahnsinnzeit da. Aber ich merkte doch das es schwerer fiel schnell zu bleiben. So versuchte ich die Runde so gut wie möglich durchzukommen, um auf den letzten 5km nochmal alles zu geben.
Aus 2sec Vorsprung wurden 19sec „Rückstand“. Nicht unmöglich, aber natürlich sehr schwer. Dennoch ließ ich nichts unversucht und machte immer auf der letzten Runde immer wieder Druck. Und tatsächlich konnte ich die letzten Kilometer nochmal schneller absolvieren. Doch am Ende reichte es einfach nicht mehr für meine magische 3:19. Mit 3:20:36h, also dann doch recht deutlich, überquerte ich die Ziellinie.

Ich war natürlich absolut glücklich, dass der Lauf so grandios lief. Platz 8 Gesamt, Altersklassensieger und Deutscher Meister M40 + neue Bestzeit ….. alles super!
Jetzt schnell regenerieren, dann vielleicht noch 10 Tage ein paar qualitativ hochwertige Trainingseinheiten und dann steht ja bald schon die nächste Meisterschaft auf dem Programm

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Das Ende einer langen Saison mit vielen Qualen

Am vergangenen Sonntag (18.10.15) stand ich nun an der Startlinie des Bottwartal Marathons und wollt im letzten Wettkampf nochmal alles aus dem geschundenem Körper rausholen was geht. Gerademal 2 Wochen nach der DM im 6h Lauf noch einmal 42,195km im hohen Speed laufen zu wollen, war schon sehr ambitioniert….selbst für einen Ultraläufer wie mich der hohe Umfäng eigentlich gewohnt sein müsste.

Aber we gesagt am Ende einr Saison ist man halt nicht mehr so frisch, wie noch in der ersten Jahreshälfte. Dennoch hatte ich mir vorgenommen eine Zeit unter 2:50h zu laufen. Ganz sicher, wenn alles schief laufen sollte, aber mindestens unter 3 Stunden. Da der Bottwartal Marathon aber mit ein paar Ansteifen versehen war, wollte ich auch am Anfang mich etwas zurückhalten. Was soviel bedeutet, dass ich bis zur Hälfte im 4:00er Schnitt laufen wollte. Und eigentlich sogar noch etwas länger. Denn ungefähr bei km23 galt es ca. 50 Höhenmeter zu überwinden. Das war gleichzeitig der höchste Punkt der Strecke, und von da ging es auf den Rückweg Richtung Ziel.

Schon auf den ersten Kilometern fand ich relativ schnell mein Tempo, was sich bei 3:55/4:00min einpendelte. Alles nach Plan also. Ich fühlte mich auf den ersten 20km auch richtig gut, obwohl das gefühlt ständige Auf&Ab doch den Rhytmus etwas störte. Als es dann Richtung höchsten Punkt ging und man auf der anderen Seite die „von oben“ kommenden Läufer sah, dachte ich:

Gleich hast Du es geschafft.

Von da an sind es nur noch 18km bis zum Finish. Für einen Ultralauf ein lockerer Trainingslauf. Tja, leider wurden es noch fürchterliche 18 Kilometer. Denn ging es bis Km 26 noch ganz gut,und ich konnte den Schnitt noch halten, begann danach das Drama. Zuerst fiel es immer schwerer die 4:00min/km zu halten und dann stach es plötzlich im linken hinteren Oberschenkel. Natürlich reduzierte ich gleich etwas das Tempo, um keine unnötige Zwangspause einlegen zu müssen. Doch das musste ich dann halt kurze Zeit später, so beim km 28,5. Es ging einfach nicht mehr und das vor km30. Ich versuchte mit leichten Dehnen und Ghen den Krampf loszuwerden.

Als ich dann wieder in einen Laufschritt verfiel, merkte ich sofort wenn ich etwas beschleunigen wollte, das dies der Muskel aber nicht mehr wollte. So konnte ich nur hoffen die restlichen 12km halbwegs gut durchzukommen. Aber da meine persönlich gesteckten Zielen weg waren, konnte ich den Lauf noch mehr geniessen, als ich es eh schon getan hatte. Ich hatte immer ein Lächeln im Gesicht (Lektion gelernt von den Hahner-Twins) und schaute mir die wunderschöne Landschaft an. Das mein Schnitt immer schlimmer wurde und ich teilweise eine 5:15min lief störte mich irgendwie überhaupt nicht. Ich hatte eben alles probiert und versucht nochmal eine sehr gute Zeit zu laufen. Aber wenn der Körper sagt Stop muss man dies eben akzeptieren. Die Saison war quasi vorbei und jemanden etwas beweisen muss(te) ich auch nicht. Komisch fand ich nur auch das ich so eine Art Kurzatmigkeit empfand und das Gefühl hatte, trotz des „langsamen“ Tempos keine Luft zu bekommen?

So biß ich mich druch und konnte sogar die letzten 2-3km doch nochmal etwas schneller werden. Gute es ging bis zum Ziel leicht abwärts und 4:35min ist für meine Verhältnisse nicht wirklich schnell, aber shit happens

Nach wirklich extrem, physisch wie psychisch, harten 42,195km kam ich völlig geschafft nach 3:00:25 ins Ziel. Nicht mal die gerade einaml 26 sec über der 3h Marke störten mich. Ich war einfach nur froh ins Ziel gekommen zu sein und endlich meine wohlverdiente Laufpause antreten zu dürfen. Dass es mit Gesamtplatz 18 sogar noch zu Platz 2 in meiner AK reichte, war mir da völlig egal. Jetzt einfach nur mal (Lauf)pause machen und neue Kraft für die anstehenden neue Saison 2016 tanken. Denn da wird das erste Halbjahr wohl extrem heftig mit 3 deutschen Meisterschaften. Aber dafür kann ich dann im September die Saison schon beenden. Das hat doch auch was  …..